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Live Stream VfL Bochum - TSV 1860 München 31.08.2015 2.Bundesliga

VfL Bochum - TSV 1860 München
Bochum: Die aktuelle Tabellenkonstellation weist dem VfL Bochum für das Heimspiel gegen 1860 München eindeutig die Favoritenrolle zu. Doch VfLTrainer Gertjan Verbeek will sich davon nicht beeindrucken lassen. „Damit beschäftige ich mich nicht. Ich befasse mich nur mit dem jeweiligen Spiel und damit, meine Spieler immer besser zu machen.“ Und trotz fünf Pflichtspielsiegen in Serie bleibt der Niederländer, der den Offensivfußball lehrt, in seinen Aussagen lieber defensiv: „Wir werden auch mal ein Spiel verlieren, und wenn wir nicht aufpassen, kann das auch gegen 1860 München passieren.“ Zwar waren die Verteidiger Stefano Celozzi und Felix Bastians in der Trainingswoche leicht angeschlagen, doch es spricht viel dafür, dass im Heimspiel gegen die Löwen zum fünften Mal in Serie dieselbe Startfelf aufläuft. Dass Verbeek auch dazu tendiert, unterstrich er in der obligatorischen Pressekonferenz zum Spieltag mit diesem launigen Zitat: „Wenn du glücklich bist in der Ehe, nimmst du dir auch keine neue Frau.“ Unmittelbar vor dem Ende der Transferperiode ist auch klar, dass die Spekulationen über einen Transfer von Torjäger Simon Terodde nichts als heiße Luft waren. „Es sieht ganz danach aus, dass wir mit unserem aktuellen Kader zunächst einmal bis in den Winter gehen“, erklärte Christian Hochstätter. Bochums Sportvorstand machte deutlich, dass er ab September bereits mit den personellen Planungen für die nächste Spielzeit beginnen werde. Welche Nahziele der VfL verfolgt, wird nicht kommuniziert.

Nach fünf Pflichtspielsiegen in Serie hat VfL-Trainer Gertjan Verbeek eigentlich keinen Anlass, Änderungen in seiner Startformation vorzunehmen. Zumal es beim Stammpersonal des Tabellenführers auch keine Verletzungsprobleme zu beklagen gibt. Inzwischen melden sich aber einige Langzeitverletzte zurück, die schon bald Ansprüche auf einen Platz in der Startelf erheben werden. Im Testspiel am Montag gegen den Verbandsligisten Westfalia Herne (3:0) kam Innenverteidiger Jan Simunek über 90 Minuten und Mittelfeldspieler Tobias Weis 45 Minuten zum Einsatz. Auch Thomas Eisfeld nahm nach seiner Rückkehr zum VfL eine Stunde den Platz im zentralen Mittelfeld ein. Spätestens nach der Länderspielpause möchte auch Eisfeld so weit sein, dass Verbeek ihn in seine personellen Planungen einbeziehen kann. Bochums Trainer freut sich über vermehrten Konkurrenzkampf im Kader und macht die neue Situation am Beispiel von Eisfeld deutlich: „Für Thomas wird es jetzt schwieriger als noch bei seinem ersten Gastspiel in Bochum. Gerade im Mittelfeld hat er nun einige Konkurrenten dazubekommen.“

München: Die Wunschnummer war noch frei. Michael Liendl bekommt bei den Löwen das Trikot mit der Nummer 10. Doch der 29-Jährige, der für 400 000 Euro aus Düsseldorf nach München wechselte (Vertrag bis 2017), trägt fortan nicht nur die klassische Nummer eines Spielmachers, er ist es auch. „Ich bin nicht der, der ganz vorne drinsteht. Ich spiele lieber hängend, mache das Spiel ein wenig.“ Liendl soll dem Offensivspiel der Löwen noch mehr Struktur geben. In Düsseldorf war der Österreicher uneingeschränkter Stammspieler, machte dort in der vergangenen Saison alle 34 Spiele bei acht Toren und sechs Assists. „Es war nicht einfach, so einen Mann loszueisen“, sagte Sportchef Necat Aygün. „Aber er war genau der Spieler, den wir haben wollten.“ Nach der Verletzung von Stephan Hain (Knochenstauchung im linken Knie), der vier Wochen pausieren muss, ist ein Platz im Team frei. Spannend wird sein, wie der bisherige Taktgeber und Standardspezialist Daniel Adlung, der in der Vorsaison mit 15 Scorerpunkten besser abschnitt als Liendl, mit dem Neuzugang harmonieren wird. Schon in Bochum kann das Kreativduo zeigen, dass Platz für beide ist.

Live Stream AS Rom - Juventus Turin 30.08.2015 Serie A

AS Rom - Juventus TurinWenn man nicht gewinne, sei ein Remis das beste Resultat, erzählte Rudi Garcia nach dem Saisonauftakt bei Hellas, bei dem insgesamt bemerkenswerte 18 verschiedene Nationalitäten auf dem Platz standen. Dieser entwaffnenden Weisheit des Roma-Trainers war kaum zu widersprechen. Folglich zeigte sich der Franzose ob des 1:1 in Verona auch nicht bitter enttäuscht: „Einige Mannschaften suchen zum Start noch die Feinjustierung, doch wir sind auf dem richtigen Weg. Ein Punkt in Verona ist schließlich keine Katastrophe.“ Für das bekanntlich hypersensible Umfeld der Gelb-Roten schon. Infolge eines intensiven Transfermarktes und einer überzeugenden Vorbereitung hatten die Tifosi ein schmackhaftes Menüu erwartet und letztlich römischen Eintopf erlebt. Das qualitative Vakuum auf der linken Seite war offensichtlich, ein Wechsel von Lucas Digne (22, PSG) steht deshalb kurz vor dem Abschluss.

Rund eine Stunde lang kämpfte der auf dem Papier ärgste Konkurrent von Meister Juventus mit Ideenfindung, Tempo und einem exzellent organisierten Hellas, das nach der Führung (Bosko Jankovic) einen dichten 4-5-1-Wall aufbaute, wobei Luca Toni dabei eher wertvolle Freistöße herausholte denn für Torgefahr sorgte. Die Roma antwortete mit einer hartnäckigen Belagerung und kam durch Florenzis Weitschuss zum Ausgleich (66.), bei dem Keeper Rafael eine schlechte Figur abgab. Der Brasilianer hatte später bei einem Kracher von Miralem Pjanic Glück, rettete kurz vor Schluss jedoch das Unentschieden, als er einen Schuss des Bosniers reaktionsschnell an den Pfosten lenkte. Den Gelb-Roten blieb die Erkenntnis, dass sich im anspruchsvollen Angriff Neuzugang Mohamed Salah derzeit unter Form befindet und Gervinho wie in der vergangenen Rückrunde mit Eigensinn und Ineffektivität ringt. Edin Dzeko wartete vergeblich auf Zuspiele der Außen, präsentierte sich jedoch mit exzellentem Einsatz und zwei Torchancen. Der Ex- Wolfsburger gehörte spielerisch zu den besten Römern neben der neuen Nummer 1 Wojciech Szczesny. „Willst du Meister werden, musst du solche Partien gewinnen“, sagte der ehemalige Arsenal-Keeper. Am Sonntag reist Juventus nach Rom, und sollte man dann erneut nicht gewinnen, wäre ein Remis sicher das beste Resultat.

Live Stream Werder Bremen - Mönchengladbach 30.08.2015 Bundesliga

Werder Bremen - Mönchengladbach
Bremen: Um zu konkretisieren, was er sich vom zweiten Heimspiel erwartet, benutzt Thomas Eichin einen ungewöhnlichen Begriff. Der Bremer Geschäftsführer spricht von einer „neuen Griffigkeit“ und meint die Grundeinstellung der Profis: „Wir werden anders auftreten als gegen Schalke, so wie in Berlin.“ Auch Viktor Skripnik hat ein nicht so häufig gebrauchtes Wort gewählt. Von „Männerfußball“ redet der Coach, was als Lob gemeint ist für seine Truppe, die zum Auftakt noch recht unbedarft zu Werke gegangen war. Beim Gastspiel bei Hertha (1:1) indes stimmte die Einstellung, was von dem Team auch erwartet werden darf. An der Weser sprechen sie vom „Jugendstil“. Es mag gelten für die Zusammensetzung des Kaders, in dem die zweite und dritte Reihe mit etlichen Nachwuchskräften besetzt ist. Doch insgesamt bieten die Norddeutschen nicht gerade eine blutjunge und unerfahrene Formation auf, was die Startelf betrifft.

Das Beispiel vom zweiten Spieltag: Das Durchschnittsalter lag bei 25,79 Jahren – Platz sieben im Liga-Ranking, das von Leverkusen (24,28) und Köln (24,86) angeführt wird. Relativiert wird das Ganze auch durch einen Blick in die Vergangenheit. Thomas Schaaf schickte beispielsweise sage und schreibe 114-mal eine jüngere Formation aufs Feld, im März 2012 mit 23,12 die jüngste Werder-Elf aller Zeiten. Gegen Gladbach werden vermutlich wieder zwei Talente aufgeboten. Ulisses Garcia bleibt konkurrenzlos, solange Namensvetter Santiago fehlt. Auch „Maxi“ Eggestein könnte auflaufen, zumal Fin Bartels einen Rückschlag erlitten hat. Die Zerrung am Gesäß hat sich nach seinen Angaben verschlimmert, sodass ein Ausfall droht. Aufregung herrscht beim Thema Vertragsverlängerung mit Eichin. Für Gerüchte, wonach der Manager in den Kandidatenkreis bei Hannover 96 gerückt ist, gibt es bisher keine Bestätigung. „Bei Werder leistet er gute Arbeit“, sagt 96-Boss Martin Kind, beteuert aber, „keinen Kontakt zu haben.“ Auch Eichin dementierte Gespräche. Der Poker mit Werder und Eichin geht also weiter.

Gladbach: Der Blick aller Beteiligten, ob Trainer, Spieler oder Fans, richtet sich nach Monaco. Borussia ist dabei, wenn die Gruppenphase der Champions League ausgelost wird. Der Lohn einer „phantastischen Saison“, wie Sportdirektor Max Eberl es einordnet. Demnächst messen sich die Gladbacher mit den Größen Europas; zum Sonntagsspiel in Bremen aber reisen sie als Tabellenletzter. Sechs Gegentore musste die Borussia, der „Rückrundenmeister“ mit nur zehn Gegentreffern in der zweiten Hälfte der vorigen Saison, in den ersten beiden Spielen schlucken. Zu besichtigen war in Dortmund und gegen Mainz, dass es im Getriebe knirscht, Lucien Favres Fein-Tuning noch nicht stimmt. Völlig überraschend kommt das jedoch nicht, weil es natürlich Zeit braucht, vor allem das Zentrum zu ordnen.

Mehrere Varianten hat der Trainer durchgespielt, wie die Abgänge von Christoph Kramer und Max Kruse aufzufangen sind; die ideale Balance fehlt noch. Die Leichtigkeit ist derzeit nicht vorhanden, zudem steht Borussia längst nicht so kompakt wie im Vorjahr. „Es ist momentan etwas mühsamer“, räumt Eberl ein, und Favre denkt an die verloren gegangene defensive Stabilität, wenn er mahnt: „Die Spieler müssen bereit sein zu leiden. Wir müssen intensiv an der Basis arbeiten.“ In Dortmund und gegen Mainz probierte Favre es mit Granit Xhaka und Lars Stindl auf der Doppelsechs, doch deren Reviere sind – logisch – noch nicht klar abgesteckt, wie das beim idealen Gespann mit Xhaka und Kramer in der vorigen Saison der Fall war. Beide wollen dem Spiel ihren Stempel aufdrücken, beide zieht es nach vorne; unermüdliche „Löcherstopfer“ wie Dauerläufer Kramer sind beide nicht.

Vor den Feiertagen in der Champions League wird an der Basis gewerkelt, doch viel Zeit, das weiß Favre, bleibt nicht: „Nach der Länderspielpause kommen lauter englische Wochen. Da wird es schwierig, etwas einzustudieren.“ Während zur Stabilisierung der hinteren Reihen auch über eine Rückholaktion des Brasilianers Dante vom FC Bayern nachgedacht wird, die aber zu kostspielig sein dürfte, kommt aktuell Verstärkung aus den eigenen Reihen. Denn nach seiner Zwei-Spiele-Sperre ist der kampfstarke Havard Nordtveit für das Bremen-Spiel erstmals eine Option. Der robuste Norweger könnte im defensiven Mittelfeld für eine andere Note sorgen. Weiterer Vorteil: Favre könnte den vielseitigen Stindl weiter nach vorne schieben, was dessen Fähigkeiten wohl eher entspricht.

Live Stream Swansea City - Manchester United 30.08.2015 Premier League

Swansea City - Manchester UnitedAsiens größtes Marketing-Unternehmen „mUmBRELLA“ hat in Kooperation mit dem US-Vermarkter „Octagon“ je 1200 Fußballfans in China, Indonesien, Japan, Malaysia, Singapur und Südkorea nach ihrem beliebtesten Klub und Spieler gefragt. Am häufigsten genannt wurden Manchester United und Lionel Messi. In China sind ManUnited vor Real Madrid und Bayern München sowie Messi vor Ronaldo und Neymar am weitesten vorne. In Indonesien setzten sich ManUnited vor Liverpool und Arsenal sowie Messi vor Ronaldo und Beckham durch; in Japan der AC Mailand vor Barcelona, ManUnited und Borussia Dortmund sowie Neymar vor Messi und Ronaldo; in Malaysia Man- United vor Liverpool und Arsenal sowie Messi vor Ronaldo und Beckham; und in Singapur ManUnited vor Barcelona und Chelsea sowie Messi vor Ronaldo und Beckham; und in Südkorea ManUnited vor Chelsea, Barcelona, Manchester City und Bayern sowie Messi vor Ronaldo und Beckham. Erstaunlich die ungebrochene Popularität des 40 Jahre alten David Beckham weit über das Ende seiner Karriere hinaus.

Live Stream Borussia Dortmund - Hertha BSC 30.08.2015 Bundesliga

Borussia Dortmund - Hertha BSC
Dortmund: Gleich zweimal hat Thomas Tuchel auf der Pressekonferenz am Mittwoch darauf hingewiesen, dass er am liebsten mit einem „engen Kader“ arbeitet, der „nicht auf allen Positionen doppelt besetzt“ sein müsse – und dass er auch nicht zwingend auf das Mitwirken von 20 Spezialisten angewiesen sei. Indirekt hat der Trainer damit noch einmal unterstrichen, dass sich der BVB von einigen Spielern trennen will, idealerweise bis zum Ende der Transferfrist am kommenden Montag. Im schwarz-gelben Schaufenster stehen Kevin Großkreutz, Jakub Blaszczykowski, Oliver Kirch, Moritz Leitner und wohl auch Jeremy Dudziak, wie Tuchel erstmals durchblicken ließ. Für Dudziak, der am Freitag seinen 20. Geburtstag feiert, sei es „ein weiter Weg in den Kader und in die Startelf“, betonte der Trainer. Ohnehin taxiert er den deutschen Junioren-Nationalspieler „eher als Mann für eine offensive Position“ und nicht als Außenverteidiger „in dem Profil, wie wir es gerne hätten“. Obwohl er „wahnsinnig ungern“ Spieler abgibt, weil auch in einer kurzen Zeit „Bindung und Nähe“ entstanden seien, plädiert Tuchel dafür, Platz innerhalb des Aufgebotes zu schaffen. Platz, um hochveranlagten Talenten aus dem eigenen Nachwuchs (Paßlack, Burnic, Pulisic, Serra) die Tür zu öffnen – und eventuelle Nachverpflichtungen zu ermöglichen: Adnan Januzaj (20, Manchester United) und Joo-Ho Park (28, Mainz) erfüllen die Dortmunder Einstellungsvoraussetzungen wohl am besten … Großkreutz, der am Dienstagabend mit der U 23 der Borussia bei seinem Ex-Klub Rot-Weiß Ahlen mit 1:5 verlor, bringen Gerüchte jetzt mit türkischen Vereinen in Verbindung.

Berlin: Eigentlich ist Pal Dardai das, was man einen Optimisten nennt. Der Trainer von Hertha BSC geht die Spiele seines Teams nicht unter dem Gesichtspunkt der Schadensbegrenzung an. Für das Gastspiel in Dortmund plant der 39-Jährige allerdings vorsichtig. Ein Unentschieden wäre ihm schon sehr recht bei der Mannschaft der Stunde. Das beinhaltet natürlich, dass sich Dardai überlegt, wie er dem BVB möglichst erfolgreich Knüppel zwischen die schussfreudigen Beine werfen kann. Was seinem Team bevorsteht, weiß er: „Wir werden unter Druck geraten.“ Eines seiner Gegenmittel ist eine Umstellung des Systems von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1. Ein weiteres: „Wir versuchen, in Dortmund alles, was wir an Schnelligkeit haben, zu nutzen. Dortmund ist eine sehr schnelle Mannschaft, und da müssen wir mithalten.“ Die Sprinterqualitäten spielen auch bei der Besetzung des Angriffs eine Rolle. Zugunsten der Geschwindigkeit opfert Dardai unter Umständen Salomon Kalou. Der Coach sagt zwar: „Ich habe die Entscheidung noch nicht getroffen“ und will auch die Eindrücke aus den verbleibenden Trainingseinheiten noch einfließen lassen. Aber Dardai plant, Genki Haraguchi als zentrale Sturmspitze zu nominieren. „Genki ist eine Variante“, stellt er klar. Weil der eigentlich auf dem Flügel beheimatete Japaner Herthas schnellster Spieler ist. In der Vorbereitung hat Dardai ihn bereits als zentralen Angreifer ausprobiert.

Kalou, der mit zwei Pflichtspieltoren in die Saison gestartet war, ließ im Heimspiel gegen Bremen (1:1) wieder Entschlossenheit, Wucht und auch Schnelligkeit vermissen. Die Idee, Kalou gegen den BVB aus der Startelf zu nehmen, fußt indes nicht auf einem grundsätzlichen Misstrauen Dardais – sagt er jedenfalls: „Ich bin mit Salomon sehr zufrieden, alles ist gut.“ Doch besondere Spiele erfordern besondere Maßnahmen. Und nach wie vor fahndet Hertha noch nach einem Stürmer, der zentral und auf den Seiten spielen kann. In der Defensive ist die Planstelle bereits geschlossen. Niklas Stark ist allerdings noch keine Option für Samstag. „Ich glaube nicht“, sagt Dardai zu einem möglichen Einsatz Starks von Beginn an. Der 20 Jahre alte Defensivspieler, den Hertha am Montag für drei Millionen Euro Ablöse von Zweitligist 1. FC Nürnberg verpflichtet hat, „muss sich erst an unser Training und unser System gewöhnen“, erklärt der Trainer. Gar keine Rolle spielte zuletzt Hajime Hosogai. Der Japaner stand in den bisherigen drei Pflichtspielen kein einziges Mal im Kader, wird die Hertha definitiv verlassen. Eine einjährige Leihe (plus Kaufoption) zum türkischen Erstligisten Bursaspor ist seit Mittwochnachmittag fix.

Live Stream FSV Frankfurt - FC St. Pauli 30.08.2015 2.Bundesliga

FSV Frankfurt - FC St. Pauli
Frankfurt: Über ein halbes Jahr liegt der letzte Heimsieg bereits zurück. Am 22. Februar gewann der FSV mit 2:0 gegen Kaiserslautern, es folgten erst viermal ein 1:1 und zuletzt vier Niederlagen. „Wir haben noch nicht die Stabilität, um zu Hause die Dominanz zu zeigen, die manchmal gefragt ist“, sagt Tomas Oral. Der Coach verweist auf den großen Umbruch – fast 30 Wechsel fanden in dieser Transferperiode statt – und wirbt um Geduld: „Ich habe kein Team vorgefunden, das zu 80 Prozent steht. Es ist leider so, dass man fast bei null anfängt. Das müssen die Leute kapieren.“ Der wohl letzte Neue in Orals Kader ist Filipe Pires. Der 20-jährige wird von der TSG Hoffenheim ausgeliehen, die den Braslianer gerade von RB Salzburg verpflichtet hat. „Mit ihm sind wir noch flexibler, er kann auf allen vier Offensivpositionen spielen und ist torgefährlich“, freut sich Oral, der sich gegen St. Pauli ein dominantes FSV-Team wünscht.

Pauli: Es liegt lediglich ein Vierteljahr zwischen zwei extremen Szenarien. Ende Mai 2015 verlor der FC St. Pauli am letzten Spieltag mit 0:1 beim SV Darmstadt 98 und entkam der drohenden Drittklassigkeit nur um Haaresbreite. Ende August bekleidet der personell nahezu unveränderte Kiezklub Tabellenplatz zwei mit zehn Punkten aus den ersten vier Partien. Es ist etwas passiert an der Elbe. Was, das lässt sich auch an der Person Marc Rzatkowski erzählen. Das Zitterspiel am Darmstädter Böllenfalltor hatte er nach Verlust seines Stammplatzes von der Ersatzbank aus verfolgen müssen. Kaum zu glauben, wenn man die starken Leistungen des 25-Jährigen in der neuen Saison zum Maßstab nimmt. In der aktuellen Formation und der klasse aufspielenden Mannschaft ist der Blondschopf unverzichtbar, nachdem ihn sein Trainer mal eben umquartiert hat. Ewald Lienen schätzt die Qualitäten des quirligen Mittelfeldmannes. Sogar so sehr, dass er – und nur er – ihn „Schatti“ nennt, während ihn der Rest der Welt „Ratsche“ ruft. Doch ob nun „Schatti“ oder „Ratsche“, in seinem neuen Zuhause fühlt er sich pudelwohl. „Es macht einfach Spaß“, sagt der zum Sechser umfunktionierte Ex-Bochumer, der beim VfL seine fußballerischen Wurzeln hat.

Für die lange durch ihn bestückte rechte Außenbahn fehlt Rzatkowski die benötigte hohe Endgeschwindigkeit. Mit seinen technischen und taktischen Fertigkeiten sowie seiner Zweikampfstärke ist er im defensiven Zentrum an der Seite des Teamkollegen Enis Alushi (29) deutlich besser aufgehoben. „Die Abstimmung mit Enis klappt gut“, frohlockt Rzatkowski. „Wenn sich einer mit nach vorne einschaltet, lässt sich der andere fallen.“ Meist ist er es, den der Instinkt zum gegnerischen Tor zieht. Lennart Thys 1:0-Siegtreffer am Sonntag bei RB Leipzig bereitete er vor, nachdem Rzatkowski im DFB-Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:4) und beim 3:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth selbst eingenetzt hatte. „Darüber freue ich mich“, sagt der Spieler, der im Januar 2013 nach Hamburg kam und vergangene Saison drei Treffer erzielte: „Aber es ist mir vollkommen egal, wer die Tore schießt, wenn wir am Ende gewinnen.“ Dies gelang dem FC St. Pauli nun schon dreimal, der vierte Streich soll am Sonntag beim FSV Frankfurt folgen. Geht es nach Teamkollege Waldemar Sobota (28), darf gerne auch ein weiteres Rzatkowski-Tor dabei sein. „Er hat echt einen Lauf im Moment“, staunte der Pole und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wenn er so weitermacht, kann er sich sogar die Torjägerkanone holen.“

Live Stream FC Nürnberg - Fortuna Düsseldorf 30.08.2015 2.Bundesliga

FC Nürnberg - Fortuna Düsseldorf
Das Bild, das der 1. FCN abgibt? „Unglaubwürdig bis peinlich“ sagen zum Beispiel die Nürnberger Nachrichten, einen „Verein am Abgrund“ sieht die Nürnberger Zeitung. Und es ist wahrlich nicht übertrieben, wie die seriösen Tageszeitungen vor Ort titeln. Der Club gleicht einem Pulverfass – mit glimmender Lunte. Der Verkauf des Eigengewächses Niklas Stark (20) für drei Millionen Euro an Hertha zu Wochenbeginn hat endgültig allen vor Augen geführt, wie es um den Verein bestellt ist. Bereits im März hatten die Medien davon berichtet, dass der Club sein Geschäftsjahr wohl mit einem Minus von rund zwei Millionen Euro abschließen und im Hinblick auf die Lizenz vermutlich um den Verkauf eines Leistungsträgers nicht herumkommen werde. Sportdirektor Martin Bader hatte dies damals als „höchst unseriöse Berichterstattung“ abgetan und den Verein als gut aufgestellt bezeichnet.

An dem Schönreden und Vertuschen hielt der Club übrigens eisern fest. Dass er die Lizenz in erster Instanz verweigert bekam? Kein Problem, war einkalkuliert, so Bader. Und als sich unlängst tatsächlich ganz konkret der Zwang abzeichnete, einen Spieler verkaufen zu müssen und die Bild-Zeitung dies mit dem Verweis auf einen drohenden Punktabzug in Verbindung brachte, konterte der Verein mit einer offiziellen Stellungnahme. Deren Tenor: Alles Quatsch, der FCN werde nur Spieler „aus rein sportlichen Gründen“ abgeben. Klar, ergibt total Sinn, ein Talent zu verkaufen, das gerade dabei war, sich zu einem Fixpunkt der Mannschaft zu entwickeln und noch viel Entwicklungspotenzial hat, und stattdessen eine Wundertüte zu verpflichten. Gut, dem neuen Innenverteidiger Georg Margreitter vom englischen Zweitligsten Wolverhampton Wanderers eilt der Ruf voraus, schnell, robust und kopfballstark zu sein.

Aber: Der 26-Jährige hat seit gut neun Monaten kein Pflichtspiel mehr bestritten. Das Dementi des Club erfolgte übrigens zu einem Zeitpunkt, als Martin Bader längst am Stark- Transfer werkelte. Der Sportvorstand auf Abruf, dessen Abgang seit rund vier Wochen feststeht und der dennoch bis Ende September weiter in Amt und Würden bleibt, zieht unverändert die Strippen. Somit ist eine Mär, dass er sich bei der Zusammenstellung des jetzigen Kaders damit begnügt habe, die von Trainer René Weiler und dem Fußballabteilungsleiter Wolfgang Wolf gewünschten Transfers abzuwickeln. In Wirklichkeit hat er aktiv eingegriffen, manche Transfers unverholen eingefordert. All dies ist freilich nebensächlich angesichts des besorgniserregenden Zustandes des Vereins. Siehe der Aufsichtsrat. Ein Gremium, mit einem Mann von Baders Gnaden an der Spitze, das seiner Kontrollaufgabe miserabel nachkam.

Die Folge sind verfilzte Amigo-Strukturen wie auch eine prekäre finanzielle Situation. In diesem bis 30. 6. 2016 laufenden Geschäftsjahr muss der FCN laut der DFL einen Gewinn von 90 000 Euro machen, was für die Verantwortlichen nach dem derzeitigen Stand trotz der Stark- Millionen einer Herkulesaufgabe gleichkommt. Die laufenden Kosten sind nämlich immens. Das beginnt mit dem großen, teuren Führungsapparat und hört bei dem Kader der Marke „wild zusammengestöpselt“ auf. Dessen Gehaltsstruktur ist für Zweitligaverhältnisse horrend. Ein Hohn angesichts der Qualität, die in dem Kader steckt. Der Club zahlt also für einen Ferrari, hat aber einen Mittelklasse-Wagen in der Garage stehen. Umso bitterer, dass momentan nicht mal dieser all seine PS auf die Straße bringt.

Womit der vom Aufsichtsratschef Dr. Thomas Grethlein öffentlich angezählte Trainer ins Spiel kommt. Dass bislang im Spiel der Franken kein Fortschritt zu erkennen ist, fällt Weiler vor die Füße. Da er aber in der vergangenen Saison hinlänglich bewiesen hat, dass er einer Mannschaft sehr wohl eine stimmige Struktur zu verpassen vermag, stellt sich die Frage, ob dies nun überhaupt möglich ist. In dem zutiefst gespaltenen Verein finden die Spieler genügend willige Zuhörer, zudem haben die ständigen internen Scharmützel den Trainer Energie gekostet. Und dann ist da noch die zu hohe Erwartungshaltung, der das Team nicht gerecht werden kann. Eine unheilvolle Gemengelage – wie gesagt, die Lunte glimmt.

Live Stream Eintracht Braunschweig - Karlsruher SC 30.08.2015 2.Bundesliga

Eintracht Braunschweig - Karlsruher SC
Braunschweig: Maximilian Sauer musste einige Wochen auf seine Chance warten. Beim 2:0-Erfolg bei Arminia Bielefeld stand der 21-Jährige dann erstmals in dieser Saison für Eintracht Braunschweig in der 2. Liga auf dem Platz. Der schnelle Außenverteidiger nutzte seine Chance, die er plötzlich durch den Ausfall von Neuzugang Phil Ofosu-Ayeh (Oberschenkelprellung) erhalten hatte. „Maxi hatte im Training und in den Spielen bei der U 23 gezeigt, dass er in guter Form ist“, erklärt Trainer Torsten Lieberknecht. Das war zu Saisonbeginn nicht immer so, da pendelte er zwischen Reservebank und Tribüne. „Ich habe mit mir selbst gehadert, habe mich vielleicht zu sehr unter Druck gesetzt“, sagt der Jung-Profi, der im Sommer einen Drei-Jahres-Vertrag bei der Eintracht unterschrieben hatte. Sechs Zweitligapartien und das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Bayern München, zudem 20 Begegnungen in der Regionalliga hatte Sauer nach seinem Wechsel vom KSV Hessen Kassel in der Vorsaison für Eintracht bestritten. Beim ersten Saisonsieg der Braunschweiger lieferte Sauer auf der rechten Außenbahn eine sehr ordentliche Leistung. Nun hofft er auch im Heimspiel gegen den Karlsruher SC wieder in der Startelf zu stehen. „Das entscheidet der Trainer“, weiß der Youngster schon, was er bei solchen Fragen zu Protokoll geben muss.

Karlsruhe: KSC hat nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Vom Hamburger SV wurde Mohamed Gouaida ohne Kaufoption ausgeliehen. Über den 22-jährigen Offensivspieler, der elf Erstligaspiele vorzuweisen hat, sagt Sportdirektor Jens Todt: „Er ist lauf- und dribbelstark und verfügt über Kreativität.“ Ob er die in Braunschweig schon einbringen darf, werde man kurzfristig entscheiden. Dagegen sicher mit dabei: Dominic Peitz. Zuletzt stand der lange Schlacks zweimal in der Startelf – zweimal gewann der KSC. Peitz stellt sofort klar: „Ich allein kann gar nichts gewinnen. Wenn, dann ist das nur zusammen mit allen im Team möglich.“ Aber besonders die jungen Spieler wie Boubacar Barry (19), Grischa Prömel (20) oder auch Yilli Sallahi (21) lassen sich vom 30-jährigen Sechser dirigieren und führen. Das Trio befolgt die Anweisungen von Peitz. „Ich bin im vierten Jahr hier, dadurch kenne ich die Denkweise des Trainers mehr als die jungen Spieler. Wenn die Jungs durch meine Hilfe den Kopf für eigene Kreativität freier haben – dann haben alle davon profitiert.“ In Braunschweig erwartet Peitz ein hart umkämpftes Spiel. „Aber die Voraussetzungen sind etwas anders als in der vergangenen Saison. Da war es gegen Ende und ging für beide darum, die letzte Chance zu nutzen.“ Jetzt will sich der KSC zu Beginn der neuen Spielzeit gleich vorne festsetzen.

Live Stream Real Madrid - Betis Sevilla 29.08.2015 Primera Division

Real Madrid - FC SevillaFür Heiko Westermann (32) droht am Samstag mit Aufsteiger Betis Sevilla ein Debakel: Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Villarreal tritt Sevilla bei Real Madrid an. Offen ist aber noch, ob Innenverteidiger Westermann (Vertrag bis 2017) überhaupt gegen Superstar Cristiano Ronaldo (30) zum Einsatz kommt. Gegen Villarreal drückte der Ex-Hamburger 90 Minuten die Ersatzbank. Westermann kommt bei den Betis-Fans noch besser an als der verletzte Rafael van der Vaart (32), der mit ihm vom HSV nach Spanien wechselte. Nach dem Training sind Autogramme und Selfies mit Westermann gefragt, auch wenn die Aussprache des Nachnamens den Einheimischen Schwierigkeiten bereitet und er bloß „Heiko“ gerufen wird. Seit zwei Wochen nimmt der Deutsche mit den anderen Zugängen Tarek (23), Digard (29) und Petros (26) Spanisch-Unterricht. Das muss er aber auch, denn Trainer Pepe Mel (52) hat klargemacht, dass die Spieler nur so eine Zukunft im Team haben. Ein Haus hat Westermann auch schon gefunden. Und mit Álvaro Cejudo (31) hat er einen Teamkollegen als Nachbarn, der ihn im Auto mit zum Training nimmt. Feiert Westermann gegen Real sein Debüt in der Primera División, muss er mit einem hoch motivierten Ronaldo rechnen. Dem Weltfußballer aus Portugal fehlen nur noch zwei Treffer, um sich zum besten Liga-Torschützen Reals aller Zeiten zu krönen. Noch hat der Ex-Schalker Raúl mit 228 Toren diesen Rekord inne.

Live Stream AC Mailand - FC Empoli 29.08.2015 Serie A

AC Mailand - FC EmpoliGeschichte wiederholt sich, wenn sie von Mario Balotelli erzählt. Jenem Fußballer, der mit 25 Jahren mehr Comebacks im Curriculum führt als manch verblasste Altrocker, die auf Provinzfestivals der einstigen Glorie nachtrauern. „Balo is back“ titelte die Gazzetta dello Sport im Januar 2013 und berichtete in aller Ausführlichkeit über den „Balo Day“. Balotelli hatte dem erleichterten Manchester City den Rücken gekehrt und bei seinem Herzensklub AC Milan angeheuert. Der Dienstag avancierte in den Medien zum erneuten „Balo Tag“, von dem der aufmerksame Leser erfuhr, vor der Unterschrift bei den Rot-Schwarzen habe Balotelli Brot, Schinken, ein Schnitzel und Mineralwasser genossen. Wird über den Spieler berichtet, geht es irgendwie selten um Fußball. Arbeitgeber Liverpool zündete womöglich Kerzen an, das 20-Millionen- Missverständnis vorerst los zu sein. Dafür liehen die Reds den Angreifer bis Saisonende gratis aus und zahlen bis dahin sogar rund die Hälfte seines Gehalts weiter.

Der Vertrag läuft noch bis 2018, im kommenden Sommer wollen sich Liverpool und Milan erneut unterhalten. Die Reaktionen auf die Causa Balotelli schlugen wie gewohnt in Extreme aus. Von der einen Seite erhielt er aufmunternde Sprechchöre, die andere degradierte ihn lautstark zum Clown. Der Spieler selbst schwieg nachdenklich, ließ nur kurz wissen, er sei nach der Geburt seines Kindes und dem Tod des Adoptiv-Vaters ein anderer Mensch. Trotz des gebührenden Respekts für Balotellis Trauer sind es Worte, die die Geschichte in unzähligen Episoden notierte. Aus irgendeiner Kiste wird bei jedem deklarierten Neuanfang ein plausibler Grund hervorgekramt, warum es nun klappen könnte. Dieses Mal lautet er Sinisa Mihajlovic – jener harte Trainerhund, der dem 17-jährigen Balotelli gemeinsam mit Roberto Mancini 2007 bei Inter das Erstliga-Debüt ermöglichte, und mit dem Youngster bis zur Erschöpfung Freistöße exerzierte.

Unter General „Miha“ soll Balotelli sich selbst und die Nationalelf wiederfinden, für die er zuletzt verzogen und verdrießlich bei der WM 2014 auftrat. Manch einer munkelt, der Wechsel sei eine Konzession an Berater Mino Raiola gewesen, um dessen Zugpferd Zlatan Ibrahimovic kommendes Jahr definitiv zum AC zu geleiten. Raiola verdiente in den letzten Jahren mit intriganten Milan- Deals seiner Klienten wie Robinho, Ibra oder Balotelli bereits ein Vermögen und fungiert dort als eine Art Untergrund-Sportdirektor. „Manche Liebe nimmt große Umwege und kehrt dann wieder zurück. Präsident Berlusconi und ich sind eben Romantiker“, kommentierte Sportdirektor Adriano Galliani. Dabei hatte der Patron Balotelli im vergangenen Sommer noch als „faulen Apfel“ gescholten, der den Kader infiziere. Bereits am Samstag gegen Empoli werden die Milanisti wieder in den verbotenen Apfel beißen.

Live Stream FC Barcelona - FC Malaga 29.08.2015 Primera Division

FC Barcelona - FC Malaga
Die üblichen Verdächtigen sind dabei, klar. Aber dass neben Titelverteidiger FC Barcelona, Real und Atletico Madrid auch Sevilla und nun, nach erfolgrichem Play-off, Valencia in der Champions League antreten, ist nicht einzig nur königlich, es ist historisch. Noch nie zuvor hatte ein Land fünf Teilnehmer ins Rennen geschickt. Valencia machte am Dienstag durch das 1:2 in Monaco den Coup perfekt, zehrte dabei vom Polster des 3:1 im Hinspiel. Und Alvaro Negredo, den man nach einem (enttäuschenden) Leihjahr fest von Manchester City verpflichtete, zahlte mit seinem Auswärtstreffer die 30-Millionen- Euro-Ablöse fast schon zurück. „Tiburones“, titelte dann auch die Zeitung Superdeporte aus Valencia in Anlehung an Negredos Spitznahmen. Auch AS aus Madrid jubelte: „Somos cinco“, Wir sind Fünf, und platzierte statt eines „o“ flugs einen Ball im Wörtchen „cinco“.

Aber es ist ja auch ein Markstein: 2005/06 hatte die Premier League dieses Kunststück knapp verpasst, weil, aus heutiger Sicht nur logisch, ein Vertreter Spaniens zum Stolperstein wurde. Das kleine Villarreal versperrte damals Everton den Einzug in die Gruppenphase. Wenn das mal kein gutes Omen ist für Valencia, dem Finalisten von 2000 (Niederlage gegen Real) und 2001 (gegen Bayern). Schließlich tanzte Villarreal damals bis ins Halbfinale vor. Torschütze Negredo, 2012 mit Spanien Europameister und dank seines tollen Hebertores zur frühen Führung der Garant für das Weiterkommen, jubelte: „Jetzt gehören wir zu den besten Teams in Europa.“ Trainer Nuno Espirito Santo orakelte: „Das war das erste Spiel in Richtung Zukunft.“ Der Besitzer des Klubs, Peter Lim, weilte bereits vor Ort, um sich ein Bild zu machen. Was er auch sah: eine tadellose Leistung von Weltmeister Shkodran Mustafi, der als Abwehrchef seinen FC Valencia über Wasser hielt und später twitterte: „Zurück an der Spitze! Valencia, das Mestalla-Stadion, eine Spielstätte der Champions. Das ist alles, was ich will!“

 
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