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Live Stream TSG Hoffenheim - SV Darmstadt 07.02.2016 Bundesliga

TSG Hoffenheim - SV DarmstadtDas Bollwerk hielt nur eine gute halbe Stunde. Auch die internen Unruhen und personellen Probleme beim FC Bayern konnten die Hoffenheimer nicht nutzen, um im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen zu setzen. Immerhin ließ sich die TSG in München nicht demontieren und bewahrte sich die moderate Tordifferenz im Vergleich zur Konkurrenz. Doch droht die TSG den Anschluss zu verlieren. Nach zwei Partien in der Rückrunde ist der Rückstand auf den Relegationsplatz von zwei auf nun schon fünf Punkte angewachsen, sieben Zähler sind es sogar schon zum rettenden Ufer. Das erhöht den Druck im nun anstehendenH eimspiel gegen Aufsteiger Darmstadt immens.

Zum ersten Mal nach dessen Wechsel vor elf Tagen von Leicester City zur TSG gewährte Trainer Huub Stevens Andrej Kramaric einen Platz in der Startelf. Doch nicht etwa die bisherige zentrale Spitze, Eduardo Vargas, musste weichen, sondern überraschend Kevin Volland. Stevens führte taktische Gründe an, zudem habe er mit Kramaric einen „beweglicheren Spieler" im Zentrum haben wollen. Man kann es drehen und wenden, wie man will, die Maßnahme darf durchaus als Denkzettel und Weckruf für Volland verstanden werden. Und als Rückschlag für den Nationalspieler im Kampf um einen Platz im EM-Kader. Kramaric konnte derweil zumindest seine Qualitäten andeuten, doch den durchaus möglichen Paukenschlag verpasste der Kroate, der in beiden Halbzeiten die jeweils beste Hoffenheimer Chance hatte.

Zunächst scheiterte der 24-Jährige an Manuel Neuer (41.), später vergab Kramaric die große Chance zwn 1:1, als er erst gekonnt Kirnmich aussteigen ließ und frei zum Abschluss kam. Doch sein Rechtsschuss strich haarscharf am langen Eck vorbei (56.). Die Gelegenheit, den Rekordmeister zumindest in Verlegenheit zu bringen, war vertan. In der 68. Minute war Feierabend für Kramaric und gleichfalls für Jiloan Hamad. Stevens brachte Steven Zuber und Nadiem Amiri, Volland blieb weiter draußen und kam erst in der 77. Minute zu einem Kurzeinsatz.

Live Stream FC Chelsea - Manchester United 07.02.2016 Premier League

FC Chelsea - Manchester UnitedEineinhalb Jahre hat es in Manchester gedauert, bis bei Louis van Gaal (64) mal wieder das Nervenkostüm riss. Nach dem 3:3 gegen Newcastle beleidigte er beim Verlassen der Pressekonferenz den Journalisten Neil Custis (48) von der Boulevard-Zeitung „The Sun“ als „fetten Mann“. Der Niederländer zeigte damit mal wieder, wie dünnhäutig und aggressiv er in einer Krise werden kann – nicht zum ersten Mal. „Van Gaal gegen den Rest der Welt“ könnte mittlerweile der Titel einer ganzen Serie von Auseinandersetzungen sein. Beispiel Uli Hoeneß. Als van Gaal 2011 nach einem 1:1 in Nürnberg auf Platz 4 beim FC Bayern rausflog, war das Tischtuch längst zerschnitten. Bayern-Boss Hoeneß über den Trainer: „Sein Problem ist, dass Louis sich nicht für Gott hält, sondern für Gott-Vater. Bevor die Welt existierte, war Louis schon da. So wie er die Welt sieht, funktioniert sie nicht.“ Beispiel Zlatan Ibrahimovic.

Der schwedische Superstürmer arbeitete mit van Gaal bei Ajax Amsterdam zusammen. Ibrahimovic: „Er war technischer Direktor und erklärte mir mit dem Bleistift, wann ich wohin laufen sollte. Ich habe ihm gesagt: ‚Hör mal, Meister! Du hast mir gar nichts zu sagen - geh in dein Büro und schreib Briefe.“ Ibrahimovic weiter: „Er hat mir befohlen, wie ich spielen sollte. Ich habe gesagt: Fuck off!“ Unbestritten ist: Van Gaal gilt als Kontroll-Freak. Beim FC Bayern mussten sich die Spieler an seine strengen Benimmregeln halten. Luca Toni verriet in einem Interview 2011, dass er von dem Trainer durchgeschüttelt wurde, weil er gelangweilt beim Essen am Tisch saß. Toni: „Er ließ in der Kabine auch mal die Hose vor uns runter und meinte, dass er genau wie seine Hose – auch jederzeit jeden Spieler vom Platz nehmen kann.“

Auch im Kleinkrieg mit dem englischen Journalisten Custis geht es jetzt um die Hosengröße. Der Journalist konterte die Verbal-Attacke von van Gaal mit einer Wette: Custis will bis Ende Mai mehr Pfund Gewicht abnehmen, als van Gaal mit Man United Punkte holt. Wenn es klappt, spendet ein Wettanbieter 1500 Euro für karitative Zwecke. Bis zum Wochenende stand es 8:3 für Custis. Er nahm acht Pfund ab, van Gaal holte in der Zeit drei Punkte ... Custis: „Als van Gaal 2014 zu Manchester United kam, stand er erhaben über jeglicher Kritik. Doch jetzt präsentiert er sich wie ein beleidigtes Kind im Sandkasten, dem man die Schaufel weggenommen hat.“ Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Niederländer in Manchester Geschichte ist. Van Gaal soll seinen Rücktritt beim Vorstand schon angeboten haben. Mit Co-Trainer und Man-United-Legende Ryan Giggs (42) steht der Nachfolger bereits parat. Die Klub-Legenden würde es freuen. „Es gibt keine Entwicklung im Team.

Auf dem Rasen sehen die Spieler gelangweilt aus, es gibt kein Lachen“, erklärt Paul Scholes (41), der 696 Pflichtspiele für die Red Devils absolvierte. „Selbst van Gaal sieht auf der Bank gelangweilt aus. Das ist negativer Fußball!“ Die Fans haben schon lange die Geduld mit van Gaal verloren. Nie zuvor wurde ein United- Trainer so lautstark ausgebuht wie nach dem 0:1 gegen den FC Southampton am 23. Spieltag. Für die nächsten Spiele wurden Protestaktionen angekündigt. So wollen die Anhänger ihre Plätze im Stadion erst später nach Anpfiff einnehmen Da es zuletzt Drohungen gegen van Gaal und seine Frau Truus (61) gab, hat das Paar einen privaten Sicherheitsdienst zum Schutz engagiert. Diese Entwicklung erinnert stark an van Gaals Zeit beim FC Barcelona. Von 1997 bis 2000 schuf er sich dort vor allem bei den Stars eine Menge Feinde. Beispiel Hristo Stoichkov (49). Der bulgarische Superstar wurde 1998 bei Barça aussortiert. Er sagte später: „Van Gaal fragte meine Frau, wie sie mich heiraten konnte. Ich habe keinen Respekt für ihn. Er ist Abschaum!“

Beispiel Rivaldo (43). Der Weltfußballer von 1999 weigerte sich, auf der linken Außenbahn zu spielen. Er beanspruchte die Offensiv-Zentrale für sich – und musste auf die Bank. „Louis ist sicher kein einfacher Mensch. Aber er interessiert sich für jeden seiner Spieler“, sagt Ronald de Boer (45), der heutige Leiter des Ajax-Leistungszentrums. „Rivaldo brachte damals mit seinem Positionswechsel die ganze Mannschaft durcheinander. Dass van Gaal hart reagiert hat, war richtig.“ Rivaldos brasilianischer Landsmann Giovanni sieht das ganz anders. Er sagt: „Van Gaal war arrogant, stolz und hatte definitiv ein Problem. Er wollte alles kontrollieren.“ Sein Hang zur absoluten Kontrolle ist bei van Gaal tief in seiner Kindheit verwurzelt. Sein Vater war strenggläubiger Katholik. Jeder in der Familie bekam klare Aufgaben zugeteilt. So musste der kleine Louis als jüngstes von neun Geschwistern immer die Kartoffeln fürs Essen schälen.

Bei einer elfköpfigen Familie dauerte das stundenlang. Aber Widerworte wurden nicht toleriert, alle hatten dem Familienoberhaupt zu gehorchen. Van Gaal betont diese Zeit immer wieder als prägend. Bei seiner ersten Trainerstation in Amsterdam von 1991 bis 1997 adaptierte er diese Werte. Doch trotz seiner Erfolge scheiterte eine Rückkehr 2012 zu Ajax als Sportdirektor. Zwar hatten vier Aufsichtsräte der Verpflichtung zugestimmt, der fünfte, Johan Cruyff (68), wurde aber übergangen. Dieser klagte dagegen und bekam recht. Auch zehn Jugendtrainer begehrten öffentlich gegen van Gaal und dessen Methoden auf – mit Erfolg. Da stand Louis wieder allein da!

Live Stream Hamburger SV - FC Köln 07.02.2016 Bundesliga

Hamburger SV - FC KölnHamburg: Die Handy-Nummer von Josip Drmic besaß Bruno Labbadia (49) schon länger. Bereits im vergangenen Sommer wollte der HSV-Trainer den Schweizer Stürmer unbedingt an die Elbe locken – doch Drmic entschied sich für Borussia Mönchengladbach. Am vergangenen Wochenende wählte Labbadia die Nummer, die mit den Ziffern 08 endet. In diesem Gespräch überzeugte Labbadia Drmic davon, dass er genau derjenige ist, der dem HSV helfen kann, die Klasse früher zu halten als in den letzten beiden Jahren – also ohne die Relegation. Und davon, dass der HSV im Gegenzug Drmic helfen kann – denn Labbadia ist seine letzte Chance in der Liga. Nach seiner Hammer- Saison mit Nürnberg, wo Drmic im Abstiegsjahr 2013/14 satte 17 Treffer erzielte, scheiterte er erst in Leverkusen, dann in Gladbach.

Dort kam Drmic gerade mal auf ein Tor in 19 Pflichtspielen. Seine Einwechslungen in der Nachspielzeit gegen Dortmund und in der 86. Minute in Mainz waren eher eine Demütigung als eine Bestätigung. Drmic sah sein großes Ziel, die Europameisterschaft in Frankreich mit der Schweiz, gefährdet. Denn Nationaltrainer Vladimir Petkovic hat angekündigt, nur auf Profis zu setzen, die in ihren Klubs regelmäßig spielen. Das soll Drmic nun beim HSV gelingen. Labbadia: „Josip ist flexibel einsetzbar, kann in der Offensive alle Positionen spielen. Ich hoffe, dass er den Konkurrenzkampf bei uns weiter erhöhen wird.“ Der Plan ist, dass Drmic sich mit Pierre-Michel Lasogga (24) ergänzen soll oder diesen ersetzt, falls Lasogga doch wie-der aufgrund seiner Schulterprobleme ausfällt. Auch Drmic weiß: Labbadia hat schon mehrfach bewiesen, dass er abgeschriebene Stars wieder hinbekommt.

So zum Beispiel Ivo Ilicevic, Gojko Kacar oder Lewis Holtby. Neben dem Trainer war auch ein alter Bekannter von Drmic der Grund, warum er sich für den HSV und gegen andere interessierte Klubs wie Hannover, Mainz oder Ingolstadt entschied: Peter Knäbel. Hamburgs Direktor Profifußball kennt Drmic bestens aus seiner Zeit beim Schweizerischen Fussballverband. Der Kontakt der beiden riss nie ab. Gladbach stimmte dem Wechselwunsch zu, weil man nur noch in einem Wettbewerb spielt. Auf eine Kaufoption nach der Leihe ab Sommer wollte sich Borussia nicht einlassen. Im seinem ersten Spiel für den HSV könnte er Gladbachs Fans glücklich machen – gegen deren Erzfeind Köln. In der Woche darauf kommt Borussia selbst nach Hamburg. Eine Klausel, in diesem Duell nicht aufzulaufen, gibt es nach Medien-Informationen nicht. Jetzt muss Drmic liefern.

Köln: Die Großen der Bundesliga trickst Kölns Trainer Peter Stöger (49) reihenweise aus. Beim 1:1 in Wolfsburg überraschte der Österreicher den Gegner, indem er Zugang Filip Mladenovic (24) links hinten einsetzte und Linksverteidiger Jonas Hector (25) ins defensive Mittelfeld vorzog. Stöger rettete den Punkt beim Vizemeister auch über die Zeit, indem er zehn Minuten vor Schluss auf Fünfer-Abwehrkette umstellte und Nationalspieler Hector zurück in die Innenverteidigung beorderte. Damit holte Köln in acht Spielen gegen die Top 7 der Tabelle gute 14 Punkte, gewann gegen Dortmund (2:1), Schalke (3:0), Leverkusen (2:1) und Gladbach (1:0). Gerade Stürmer Simon Zoller liegen die Spitzenteams, gegen die er drei seiner vier Tore erzielte. FC-Manager Jörg Schmadtke erklärt das Erfolgsgeheimnis: „Wir sind unangenehm zu spielen und schaffen es, kompakt zu stehen. Außerdem ist unser Umschaltspiel ziemlich gut.“

Es gibt aber auch Grund zur Kritik: „Andererseits tun wir uns schwer, mit Ballbesitz auf eine stehende Mannschaft zuzuspielen.“ Gegen die letzten sieben der Tabelle holte Köln in acht Spielen nur sechs Punkte. Der FC hat gegen die Topteams im Schnitt nur 40 Prozent Ballbesitz, gegen die Teams aus dem Keller sind es 51 Prozent. Schmadtke: „Die Idee ist, dass wir uns auch da noch weiterentwickeln.“ Die Belohnung für Platz 9 und bisher 25 Punkte: Egal, wie der FC am Sonntag beim HSV spielt – der Rosenmontagszug in Köln wird mitgenommen. Schmadtke: „Danach werden wir noch das eine oder andere in Sachen Stimmung mitnehmen. Ich denke, dass unsere Jungs professionell genug sind, um damit umzugehen. Karneval gehört zur Kultur unseres Vereins. Die Kultur muss man leben, egal, ob man 1:0 gewonnen oder 0:1 verloren hat.“

Live Stream Greuther Fürth - FC St. Pauli 07.02.2016 2.Bundesliga

Greuther Fürth - FC St. PauliFürth: Die SpVgg kam ohne größere Verletzungen durch. Mit Rückkehrer Zsolt Korcsmar, dem verbesserten Johannes Wurtz und Zlatko Tripic hat Trainer Stefan Ruthenbeck mehr Alternativen, Marco Caligiuri bringt in der Innenverteidigung Stabilität. Außerdem sind die Fürther zielstrebiger im Abschluss, verschieben geordneter. Die Torausbeute ist ein Manko. Auch im letzten Test gegen den KSC (1:2) nutzte das Team die wenigen guten Chancen nicht. Die SpVgg bleibt zudem konteranfällig. Fünf Spieler kamen, vier sind weg. Mit Roberto Rodriguez (rechte Außenbahn) und Ante Vukusic (Sturm) heuerten zwei Akteure erst am Freitag an. Von den Neuen wird nur Rechtsverteidiger Sebastian Heidinger gegen St. Pauli spielen. Bis auf Ronny Marcos (bis 2018) haben alle Neuen Verträge bis Saisonende. Das Ziel: Die Runde soll stabil zu Ende gehen. lm Sommer erfolgt die Neuausrichnmg. Durch die Rochaden soll es mehr Ruhe im Team und mehr Feuer auf dem Platzgeben.

Pauli: Die Vorbereitung lief über weite Strecken nahezu optimal - bis zum Tag der Generalprobe, dem 2:4 gegen Aalborg. Durchweg positive Testspiel-Ergebnisse während des Trainingslagers in Belek, Konkurrenzkämpfe auf beinahe allen Positionen: In der Innenverteidigung duellieren sich Hinrunden-Entdeckung Philipp Ziereis und Kapitän Sören Gonther mit leichten Vorteilen für den Youngster, auch das Mittelfeldzentrum ist ausgeglichen besetzt: Mit Christopher Buchtmann, Bernd Nehrig. Enis Alushi, Marc Rzatkowski und Sebastian Maier gibt es fünf Anwärter für drei Positionen - doch seit Samstag drohen Ausfülle. Der letzte Test gegen Aalborg BK war ein Rückschlag auf gleich mehreren Sektoren: Schon vor dem Anpfiff musste Alushi mit HexenSchuss passen, nach 25 Minuten ging Maier mit Oberschenkelproblemen raus. Die erste Diagnose Zerrung bedeutet seinen Ausfall zum Start, an diesem Montag folgt die Kernspin-Untersuchung. Doch das Wochenende hinterließ nicht nur personelle, sondern auch sportliche Fragezeichen . "Wir haben gut angefangen und dann viele Chanchen zugelassen", sagt Ewald Lienen und moniert: "Das war schon in einigen vorherigen Begegnungen der Fall." Sportdirektor Thomas Meggle warnt deshalb eindringlich: "Wir müssen wissen, was unsere Basics und wie wir erfolgreich waren:· Die defensive Stabilität war das Erfolgsgeheimnis über Monate, ist aber bereits in den letzten Wochen des alten Jahres ein wenig verloren gegangen.

Live Stream RB Leipzig - Eintracht Braunschweig 07.02.2016 2.Bundesliga

RB Leipzig - Eintracht BraunschweigLeipzig: Mit einem 5:0-Sieg über den tschechischen Erstligisten FK Teplice, der allerdings noch zwei Monate von seinem Rückrundenstart entfernt ist, feierte Leipzig am Sonntag zumindest vom Ergebnis her eine Generalprobe nach Maß. Trotzdem war Ralf Rangnick nur bedingt zufrieden. "Es war ein insgesamt guter, aber kein sehr guter Test", ordnete der Coach die Partie ein: "Die Leistung in den letzten 60 Minuten war schon in Ordnung, in den ersten 30 Minuten hatten wir uns noch sehr schwergetan." Einigen im RB-Kader dürfte die Partie bitter aufgestoßen sein, weil sie nicht zur Startformation zählten. Rangnick ließ vor den Augen von Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht im 4-2-3-1-System jene Formation aunaufen, mit der er am Sonntag auch gegen die Eintracht beginnen will.

Die wäre mit Ausnahme einer Position identisch mit der Elf, die beim 2: 1 in Fürth das letzte Pnichtspiel 2015 bestritt. Lediglich Rechtsverteidiger Georg Teig! (24) musste jetzt für den damals verletzten Lukas Klostermann (19) weichen. Prominenteste Opfer der Auslese sind Davie Selke {21) und Marvin Compper (30). lnnenverteidiger Compper hatte gegen Willi Orban (23) undAtinc Nukan (22) das Nachsehen. FürSelke, der in Fürth erstmals nur als Joker auflaufen durfte, droht diese tmgeliebte Rolle auch im ersten Pflichtspiel 2016. Gegen Teplice kam er zur Halbzeit, sammelte als zweifacher Torschütze (darunter ein verwandelter Foulelfmeter) Pluspunkte. Ob das ausreicht, damit Rangnick seine Braunschweig-Pläne noch einmal tunändert? Er sei froh, dass er darüber noch einige Tage nach denken könne, entgegnet der Coach: "Stand jetzt ist es ganz schwer, Entscheidungen zu treffen weil sehr viele Spieler in einer sehr guten Form sind."

Braunschweig: Eintracht verzichtete erstmals seit Jahren auf ein Trainingslager. Damit fuhr Trainer Torsten Lieberknecht gut. Fast alle Trainingseinheiten wurden wie geplant unter Bedingungen absolviert, wie sie auch in den kommenden Wochen herrschen werden. In sieben Testspielen - unter anderem gegen die Erstligisten Eintracht Frankfurt (3:3) und Hertha BSC (1:1) - konnten sich die Braunschweiger einspielen. Die Mannschaft benötigt auch nach der Winterpause weiterhin zu viele Chancen, um zum Torerfolg zu kommen. Die beiden Angreifer Orhan Ademi und Julius Düker haben in der aktuellen Zweitligasaison noch gar nicht getroffen. Nach dem T ransfer von Emil Berggreen zum 1. FSV Mainz 05 müssen sie nun zusammen mit dem erfahrenen Domi Kumbela (3 l ) mehr Torgefahr ausstrahlen. Lediglich einen Neuzugang verzeichnete der Tabellenfünfte.

Auf Rückkehrer Domi Kumbela ruhen die Hoffnungen der Braunschweiger, im Angriff effizienter zu werden. Der routinierte Stürmer (31) soll an alter Wirkungsstätte zurück zu seiner Bestform finden. Der Wunschtransfer eines jungen, groß gewachsenen lnnenverteidigers glückte in der Winterpause aber nicht. Mit Mads Hvilsom wurde ein Offensivspieler nach Norwegen an Brann Bergen ausgeliehen. Da Emil Berggreen für rund 2,5 Millionen Euro nach Mainz wechselt, geht den Niedersachsen der treffsicherste Stürmer des vergangenen Halbjahres verloren. Der22-Jährige hatte in der laufenden Saison in 13 Liga-Einsätzen fünfTore erzielt. Zum Auftakt in Leipzig stehen Lieberknecht sonst alle Profis zur Verfügung.

Live Stream Karlsruher SC - FSV Frankfurt 07.02.2016 2.Bundesliga

Karlsruher SC - FSV FrankfurtKarlsruhe: Von fünf Testspielen gewann der KSC vier. Auch den FC Bayern München besiegten die Badener verdient. Das Selbstvertrauen ist enorm groß. Die Nachwuchskräfte machen viel Druck auf die etablierten Akteure. Es herrscht nicht nur Optimismus, sondern geradezu Euphorie im Wildpark. Bleibt abzuwarten, was ein Negativerlebnis auslösen würde. Zudem: Es wird Zeit, die Unsicherhe.it über die Nachfolge von Erfolgstrainer Kauczinski zu beenden. Und: Der Konkurrenzkampf ist heftig - bleibt alles fair? Im Vergleich zur Hinrunde ist er nicht schwächer geworden, mit Jan Mauersberger (1860) und Pascal Köpke (Aue) gab der KSC zwei Akteure ab, die keine Startelfchancen hatten. Der von Eintracht Frankfurt verpflichtete David Kinsombi wurde sofort an Drittligist Magdeburg ausgeliehen. Alle Positionen sind doppelt und gleichwertig besetzt. HSV-Leihgabe Mohamed Gouaida ruft nun sein Potenzial ab, könnte damit zum Trumpf werden.

Frankfurt: Eine Übungseinheit hatte Zsolt Kalmar (20) in  Frankfurt noch nicht absolviert, als er am Samstag in Mönchengladbach erstmals das FSV-Trikot überstreifte. Der nexibel einsetzbare Mittelfeldspieler bewies auch so gleich gute Übersicht und feine Technik - körperlich könnte der ungarische Nationalspieler ( 1,85 m/78 kg) aber noch zulegen. Es war überhaupt ein guter Auftritt, den der FSV beim 2:2 im Test gegen die Borussia hinlegte: ballsicher, spiel- und einsatzfreudig, defensiv abgeklärt. ,Niele Spieler präsentieren sich in besserer Verfassung, sind einen Schritt weiter'; lobt Ge schäftsführer Clemens Krüger. Nachdem mit Gabriel Silva (20, Ausleihe bis 2017 von Barra Futebol Clube/Brasilien) nun auch die Innenverteidiger-Frage geklärt wurde, könnte am letzten Transfertag noch ein Spieler verliehen werden.

Live Stream Leverkusen - FC Bayern München 06.02.2016 Bundesliga

Leverkusen - FC Bayern MünchenDie Maulwurf-Affäre hält derzeit den FC Bayern in Atem. Nun kommt ein weiteres pikantes Detail ans Licht, das Auslöser für die Brandrede von Pep Guardiola (45) an seine Mannschaft war – und einen anonymen Spieler veranlasste auszupacken. Bisher war bereits durchgesickert, dass Arturo Vidal (28) zu den Profis zählt, die mit Übergewicht aus dem Winterurlaub kamen. Nach Medien-Informationen sorgte aber vor allem das Verhalten des Chilenen im Trainingslager in Katar für einen internen Skandal. Demnach soll Vidal das Mannschaftsquartier mehrmals verlassen und bei seiner Rückkehr alkoholisiert gewirkt haben. Guardiola, dessen Wechsel zu Manchester City im Sommer seit Montag offiziell ist, mahnte das unprofessionelle Verhalten des Chilenen in seiner Rede an.

Der Trainer stellte dabei klar, dass nicht er Vidal disziplinieren wolle, sondern das Team das intern regeln solle. Einige Bayern-Profis sehen diese Anweisung als ein echtes Problem, warum nun auch die Informationen nach außen dringen. Das Team steht vor der Frage: Wie soll es einen Mitspieler zur Ordnung rufen? Die Mannschaftsführung wird als Aufgabe des Trainers oder als Verantwortungsbereich von Sportvorstand Matthias Sammer angesehen. Die Medien hatten vergangenen Freitag berichtet, dass Vidal „zu oft bis spät in die Nacht in München unterwegs sein“ soll. Tatsächlich war der Chilene in der Vorrunde zeitweise sogar zu Hause ausgezogen. Er wohnte wochenlang im Hotel, bevor er wieder zu seiner Familie zurückkehrte. Was nächtliche Eskapaden betrifft, ist der Mittelfeldspieler kein unbeschriebenes Blatt.

Im Gegenteil: Der Skandal- Profi füllt eine regelrechte Akte. „So etwas wird nicht wieder passieren. Ich habe viel Respekt vor den Leuten hier und vor dem Verein“, hatte Vidal noch bei seiner Vorstellung versprochen. Hintergrund: Während der Copa América war der chilenische Nationalspieler am 16. Juni betrunken Auto gefahren, baute mit einem 570-PS-Ferrari einen Unfall. Die Polizei nahm Vidal für einen Tag fest, stellte einen Alkohol-Wert von 1,2 Promille fest. Seinen freien Tag hatte der Chilene genutzt, um im Casino „Black Jack“ zu spielen und kräftig den erfolgreichen Turnierverlauf zu feiern. Im Sommer durfte er weiter für Chile spielen, anders war es 2011, als er zwischenzeitlich bei der Nationalmannschaft suspendiert wurde. Damals kam er ebenfalls nach einem nächtlichen Ausflug mit Mannschaftskollegen zu spät zum Training. Auch bei Ex-Klub Juventus Turin haben Vidals nächtliche Streifzüge für Schlagzeilen gesorgt. Der Mittelfeldspieler wurde vergangene Saison vom Klub zu einer Rekordstrafe von 100 000 Euro verdonnert, da er in eine Schlägerei vor einem Nachtklub in Turin verwickelt gewesen war.

Auch dass er betrunken zu spät zum Training und offiziellen Klubterminen erschienen war, wurde in Italien berichtet. Im Sommer legte Juventus seinem Mittelfeld-Star keine Steine in den Weg, als der FC Bayern anfragte. Der börsennotierte Klub, der Transferausgaben bestätigen muss, kassierte bereitwillig 37 Millionen Euro Ablösesumme. Dazu können noch Bonuszahlungen von bis zu drei Mio. Euro kommen. Im Klub ist es kein Geheimnis, dass Vidal kein Wunschspieler von Pep Guardiola war. Die Vereinsführung hatte den Kauf vorangetrieben. Aufgrund der Vorschädigungen im Knie war der Transfer zudem sehr genau geprüft worden. Der Saisonverlauf gab den Bayern- Bossen bisher recht. Vidal war in 26 der 27 Pflichtspiele der Münchner in der Hinrunde dabei. Kein Bayern-Profi kam auf mehr Einsätze. In der Rückrunde war Vidal in beiden Spielen nun aber nicht mehr in Guardiolas Startelf.

Was seine Zweikampf- und Laufwerte betrifft, waren auch seine Konkurrenten auf der Sechser- Position, Xabi Alonso (34) und sogar Jungstar Joshua Kimmich (20), besser (siehe Tabelle Seite 17). Innerhalb der Mannschaft sorgte zudem für Verstimmung, dass Vidal seine Lohnabrechnung offen in der Kabine liegen ließ, sodass die Kollegen seine gut dotierten Bezüge lesen konnten (Mitspieler sprechen von 8 Mio. Euro netto im Jahr). Aufgrund des Vorfalls werden die Gehaltszettel nicht mehr von Teammanagerin Kathleen Krüger am Trainingsgelände verteilt, sondern zugestellt. Persönlich bitter für Arturo Vidal: Mit Leverkusen in der Bundesliga (6. Februar) und Juventus Turin in der Champions League (23. Februar und 16. März) stehen die gerade für ihn wichtigen Duelle gegen seine Ex-Klubs an. Ausgerechnet jetzt steht der Bayern-Profi bei Guardiola im Abseits.

Live Stream FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 06.02.2016 Bundesliga

FC Schalke 04 - VfL WolfsburgBeifall? Freundliche Sprechchöre? Vielleicht sogar Blumen? Nein, damit rechnet Julian Draxler (22) nicht, wenn er am Samstag in die Veltins-Arena kommt. Erstmals nach seinem Wechsel von Schalke 04 zum VfL Wolfsburg Ende August 2015 kehrt der Weltmeister in seine alte Heimat zurück. Auf Schalke wurde der Mittelfeldspieler zum Nationalspieler. Er war lange Zeit DAS Gesicht des Revier-Klubs. Nach seinem Transfer für 42 Mio. Euro (inklusive Bonuszahlungen) ist aus dem einstigen Liebling der Fans eine Reizfigur für Schalkes Anhänger geworden. Schlägt ihm gar blanker Hass entgegen? "Das wird kein normales Spiel für mich. Ich habe es bei Manuel Neuer nach seinem Wechsel zu Bayern mitbekommen, ich bin auf das Schlimmste vorbereitet“, sagt Draxler. „Von den 60 000 Zuschauern werden 55 000 gegen mich sein. Da muss man hart sein, Augen zu und durch.“

Als Draxlers einstiger Schalker Mitspieler Neuer 2011 zu Bayern gewechselt war, erlebte der Nationaltorhüter bei seinem ersten Gastspiel mit den Münchnern in Gelsenkirchen ein Spießrutenlaufen. Draxler, ein Schalker Eigengewächs wie Neuer, muss mit einem ähnlichen Empfang rechnen. Seinen Eltern will er das ersparen. „Ich weiß nicht, ob ich meine Familie unbedingt im Stadion dabeihaben will“, sagt Draxler. Sie sollen ihn vor dem Fernseher spielen und endlich groß auftrumpfen sehen. Denn bisher ist Draxler deutlich hinter den Erwartungen geblieben. Er ist Sinnbild für die Krise beim Vizemeister, der einen Fehlstart in die Rückrunde hinlegte: Dem 2:3 in Frankfurt folgte daheim nur ein 1:1 gegen den 1. FC Köln. Der VfL ist enttäuschender Siebter, hat 25 (!) Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München.

Nach dem Wechsel von Kevin De Bruyne vorigen Sommer für 80 Mio. Euro Ablöse zu Manchester City holte Wolfsburg Draxler als dessen Ersatz. Bisher enttäuschte er oft. Seine Bilanz in Pflichtspielen: 19 Spiele, 3 Treffer, 5 Assists. Gegen Köln traf Draxler zwar zum 1:0, die Kritik von Manager Klaus Allofs galt aber auch ihm: „Wir schaffen es nicht, Leichtigkeit in unser Offensivspiel zu bekommen. Die Verkrampfung muss weg. Da sind alle gefordert, auch Julian.“ Das weiß der Mittelfeld-Star, darum setzt er sich unter Druck: „Es waren Partien dabei, in denen ich nicht gut war, in denen ich abgetaucht bin. Ich muss zusehen, dass ich das langsam abstelle. Ich möchte nicht mehr als junger Spieler gesehen werden, sondern so bewertet werden wie ein gestandener Bundesliga-Profi. Aber dazu gehört, dass man jede Woche seine Leistung zeigt. Daran muss ich noch arbeiten.“ Was Draxler tut: Im Training gibt er Gas, nachdem er in der Vorbereitung von Trainer Dieter Hecking einen Anpfiff bekommen hat, weil er in der Winterpause vorgegebene Ausdauer- Läufe zu schlampig absolviert hatte (Einlaufen vergessen).

Gegen Köln zeigte er sich engagiert. Gegen Schalke will er eine Schippe drauflegen. Zumal ihn die Schalker Fans nach seinem Wechsel als geldgeilen Söldner beschimpften, der von einem Traditions- zu einem Werksklub ging. Was Allofs überhaupt nicht versteht. „Wer will Julian jetzt den Vorwurf machen, dass er den Verein gewechselt hat? Er hat in der Jugend von Schalke 04 gespielt, dann bei den Profis. Er hat sich immer zu dem Klub bekannt. Er hat dem Verein viele positive Momente und am Ende viel Geld beschert. Es ist doch normal, dass im Verlauf einer Profi-Karriere Vereinswechsel dazugehören“, sagt Allofs und verweist auf die eigene Vita: Bei Fortuna Düsseldorf wurde Allofs groß, Bundesliga-Star und Nationalspieler – und wechselte doch 1981 zum Erzrivalen Köln. Um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. Das war auch Draxlers Antrieb. In Gelsenkirchen, wo ihm vorgeworfen wird, mit viel zu wenig Herz gespielt zu haben, stagnierte er. Seinen Vertrag bis 2018 erfüllte er nicht. Er suchte eine neue Chance – und will jetzt beweisen, dass er damit alles richtig gemacht hat. Doch dafür muss er endlich liefern.

Live Stream Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 06.02.2016 Bundesliga

Eintracht Frankfurt - VfB StuttgartIn sein Spielzimmer lädt Alex Meier (33) den VfB Stuttgart am Sonntag ein. Die Schwaben können sich auf eine Show des Frankfurter Sturm-Stars einstellen: Neun seiner bisher zehn Saisontreffer erzielte der Torschützenkönig der Vorsaison im eigenen Stadion. „Das war mir gar nicht bewusst“, sagt Meier überrascht, „ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, wo ich meine Tore schieße.“ Heimspiel-Meier. Gab es schon mal: Norbert Meier, weil ihn Bremens Trainer Otto Rehhagel in den 80er-Jahren auswärts so oft auf die Bank setzte. Alex Meier darf auswärts spielen, trifft aber fast nie. So auch beim 0:0 am vorigen Wochenende in Augsburg. Was seinen Trainer Armin Veh indes nicht überrascht haben dürfte. Schon vergangene Saison machte Meier 13 seiner 19 Tore im eigenen Stadion. Seit dem Wiederaufstieg mit Frankfurt im Jahr 2012 waren es 37 von 53 Toren, die ihm vor eigenem Publikum gelangen.

Also 70 Prozent. Das ist ein auffällig hoher Wert. Angesprochen auf seine Heimstärke sagt Meier: „Natürlich spielen wir zu Hause besser. Mit den Fans im Rücken fällt vieles einfach leichter.“ Veh hat eine weitere Erklärung für Meiers Heimstärke: „Alex ist kein Konter-Spieler. Und zu Hause haben wir in der Regel mehr Spielanteile als auswärts. Dadurch haben wir auch mehr Chancen.“ Und Meier versenkt häufiger. Nach der Wintervorbereitung ist Meier wieder bei 100 Prozent. Dabei war Veh schon ein wenig nervös: „Viele Profis kommen nach so einer langen Verletzungspause nicht mehr zurück. Aber er lebt wie ein echter Profi. Deshalb hat er jetzt wieder die richtige Spiel-Fitness, die er in der Hinrunde nach fünf Monaten Pause nicht haben konnte.“ Gegen Wolfsburg gelang ihm gleich ein Dreierpack. Das macht ihn begehrt. Zuletzt hatte er ein Angebot aus China, das ihm pro Jahr sieben Mio. Euro Gehalt garantiert hätte. Eintracht lehnte ab, Meier akzeptierte klaglos. „Finanziell war das ein Riesen-Angebot. Aber nach einer Minute war das Thema beendet“, sagt er. Veh: „Ich habe ihm gesagt, dass ein Wechsel im Abstiegskampf unmöglich ist. Alex trifft so konstant, auf diese Qualität können wir nicht verzichten.“ Veh glaubt, dass Meier auch für Bundestrainer Jogi Löw bei der EM wertvoll sein könnte: „Alex hat die Nationalmannschaft abgehakt. Trotzdem sage ich: Über den kann man immer nachdenken.“

Live Stream Hannover 96 - FSV Mainz 06.02.2016 Bundesliga

Hannover 96 - FSV MainzDas Tor beim 0:3 in Leverkusen durch Stefan Kießling (32) tat Hannover besonders weh. Denn der Stürmer war mit 96 in der Winterpause schon über einen Wechsel einig. Vertrags-Details waren ausgehandelt, Kießling hatte eine Wohnung gefunden, seinen Sohn Tayler- Joel (7) sogar auf der International School in Hannover angemeldet. Dann verbot Bayer den Transfer, nachdem sich Kießling im Hinrunden- Endspurt den Stammplatz zurückerkämpft hatte. Statt zum Klassenerhalt schoss der Wunschstürmer Hannover weiter in den Abgrund. Sieben Punkte beträgt der Abstand auf Platz 15. „Wir brauchen sieben bis acht Siege“, rechnet 96-Präsident Martin Kind (71). Sonst geht es in die 2. Liga. Die Saisonbilanz sorgt allerdings für große Zweifel: Hannover holte aus 19 Spielen bisher nur 14 Punkte. Schaaf verlor beide Spiele (zuvor 1:2 gegen Darmstadt). „Wir sind Abstiegskandidat Nummer eins“, schlägt 96-Idol Dieter Schatzschneider (57) Alarm. Nach den Gründen gefragt, redet sich der einstige Stürmer in Rage. „Es sind die Altlasten.

Was Dufner und Frontzeck hinterlassen haben, war nicht bundesligatauglich. Die Einkäufe haben alle nicht gepasst. Wir hatten vier Sechser, aber keinen torgefährlichen Mittelfeldspieler.“ Klar ist aber auch: Ex-Manager Dirk Dufner, der Ende August seinen Vertrag auflöste, und Ex-Trainer Michael Frontzeck, der nach der Hinrunde hingeworfen hat, sind nicht allein schuld. Die Verantwortung liegt bei Präsident Kind! Der hatte Dufner schon in der ersten Jahreshälfte 2015 entmachtet, ihm dennoch die Kaderplanung für diese Saison übertragen. Mit Frontzeck, der im Sommer den Klassenerhalt geschafft hatte, verlängerte er im Alleingang trotz zahlreicher Bedenken im Verein. Jetzt sind die Fehler des Sommers kaum noch zu korrigieren. Zwar konnten Kind und der neue Manager Martin Bader in der Winterpause mit Thomas Schaaf den Wunschtrainer gewinnen. Ausgezahlt hat sich das in Punkten aber noch nicht. Das Spielsystem von Schaaf greift bisher nicht.

Der Ex-Bremer setzt auf ein 4-4-2 wie zu Champions-League-Zeiten mit Werder: Mittelfeldraute, zwei Stürmer. Weltmeister Ron-Robert Zieler (26) gibt zu: „Man sieht, dass es noch nicht zu 100 Prozent funktioniert, das geht nicht von heute auf morgen. Wie lange es dauert, kann ich Ihnen auch nicht beantworten.“ Dazu kommt: Schaaf muss seine fünf Zugänge erst noch integrieren. Mit Hugo Almeida (31), Adam Szalai (28) und Hotaru Yamaguchi (25) standen bei der Leverkusen-Pleite gleich drei auf dem Platz. Trainer-Legende Felix Magath (62) warnt: „Die Mannschaft hat schon vorher nicht funktioniert. Wenn man dann im Winter noch fünf neue Individualisten in die Mannschaft holt, wird es schwierig, daraus eine Mannschaft zu formen.“ Zusätzliches Problem: Schaaf hat für seine Idee nicht die entsprechenden Stars, die er in Bremen hatte.

Die Außenverteidiger Oliver Sorg (25), Hiroki Sakai (25) oder Miiko Albornoz (25), die eigentlich für Druck sorgen und Flanken schlagen müssten, trauen sich kaum aus der eigenen Hälfte raus. Im Mittelfeld ist niemand da, der die Stürmer regelmäßig in Szene setzen könnte. Spielmacher Kiyotake fällt nach Mittelfußbruch im Sommer seit November mit Haarriss im Fuß aus. Bei den Wunschkandidaten Alessandro Schöpf (für 5 Mio. Euro von Nürnberg zu Schalke) und Jonas Hofmann (für 8 Mio. vom BVB nach Gladbach) hatte 96 keine Chance. Kann das Schaaf-Team so überhaupt seine Vorgaben umsetzen? „Glaubt denn jemand, dass es besser wird, wenn wir wieder hinten drinstehen wie in der Hinrunde? Das war kein Fußball. Das war Verstecken. Jetzt spielen wir nach vorne. Und wir haben zwei Stürmer, die mir keiner aus dem Strafraum schubst“, sagt Schatzschneider über die neuen 96-Angreifer Hugo Almeida (31) und Adam Szalai (28). „Wenn wir hier länger über die Taktik diskutieren, steigen wir ab. Es gibt nur einen Weg: Thomas Schaaf folgen. Die Mannschaft muss das System annehmen und mutig spielen!“

Doch das Team ist verunsichert. Szalai sagt: „System hin oder her. Wenn man kein Risiko geht, keinen Mut hat, auch mal einen Fehler zu machen, ist das die falsche Einstellung. Wir müssen uns wieder trauen, Aktionen zu suchen, um ein Spiel überhaupt wieder entscheiden zu können.“ Doch die Euphorie nach der Verpflichtung von Schaaf ist verpufft. „Sollen wir anfangen zu heulen, oder was? Wir dürfen nicht aufgeben“, fordert Szalai. Kurios: Auch in Frankfurt gab es vorige Saison eine System-Diskussion unter Trainer Schaaf. Hier war es umgekehrt: Er nahm die Taktik der Mannschaft an. Er wollte tiefer stehen, schnell kontern. Das Team war überzeugt, hoch verteidigend und mit viel Ballbesitz erfolgreicher sein zu können. Einflussreiche Spieler wie Alex Meier und Stefan Aigner sprachen die Probleme nach einer Pleitenserie während der Hinrunde an. Schaaf ging darauf ein, Frankfurt berappelte sich. Im Gegensatz zu Frankfurt hat 96 aber weder Zeit, um nach zehn oder elf Spielen noch umzustellen, noch die Typen, die Probleme klar ansprechen. Die Verunsicherung ist riesig. Am Samstag gegen Mainz ist ein Sieg für Schaaf Pflicht. Im Anschluss geht es zum Tabellenzweiten Dortmund. Macht es diese Woche bei den Spielern nicht klick, gehen schon nach vier Spielen die Lichter aus.

Live Stream Hertha BSC - Borussia Dortmund 06.02.2016 Bundesliga

Hertha BSC - Borussia DortmundSportlich könnte die Situation bei Borussia Dortmund kaum besser sein. Nach dem 2:0 gegen Ingolstadt liegt der BVB auf Platz zwei, mit zehn Punkten Vorsprung auf den Dritten Hertha. Am kommenden Dienstag geht es im DFB-Pokal-Viertelfinale nach Stuttgart, eine Woche später wartet in der Runde der letzten 32 Teams der Europa League der FC Porto. „Wir sind komplett zufrieden, aber dürfen nicht nachlassen“, sagt Trainer Thomas Tuchel. Bevor das Transferfenster am vergangenen Montag geschlossen wurde, knirschte es trotz der bisher starken Saison hinter den Kulissen. Tuchel hätte gerne Jonas Hofmann behalten, der wurde dennoch für acht Mio. Euro nach Gladbach verkauft wurde.

Weil auch Adnan Januzaj (Man United) und Pascal Stenzel (Freiburg) abgegeben wurden, hätte Tuchel gern noch den einen oder anderen Zugang gesehen – und forderte dies auch öffentlich: „Ich erwarte schon, dass da noch etwas passiert.“ Doch Sportdirektor Michael Zorc blitzte gleich bei mehreren Kandidaten ab: Unter anderem bei Yunus Malli (Mainz), Mikel Merino (Osasuna), Stephan El Shaarawy (jetzt AS Rom) und Óliver Torres (Atlético Madrid). Seine plausible Begründung: „Wir sind nicht bereit, Mondpreise zu bezahlen.“ Dafür hätte der BVB aber Mondpreise kassieren können. Denn nach Medien-Infos gab es ein extrem lukratives Angebot für Adrián Ramos. Zwölf Millionen Euro bot China- Klub Beijing Guoan für den 30-Jährigen, der 2014 für neun Mio. aus Berlin kam und diese Saison in allen Wettbewerben nur 590 Minuten gespielt hat.

Allerdings lehnte der BVB einen Verkauf ab und stieg erst gar nicht in weitere Verhandlungen mit den Chinesen ein – vor allem, weil man offenbar keinen adäquaten Ersatz für Ramos gefunden hätte. Wirtschaftlich ist diese Entscheidung für ein börsennotiertes Unternehmen kaum nachvollziehbar, sportlich ist sie zumindest zu hinterfragen. Zum einen sollte es mit zwölf Mio. oder mehr möglich sein, einen gleichwertigen und jüngeren Spieler zu finden. Zudem zeigte sich am Samstag gegen Ingolstadt die unbefriedigende Situation von und mit Ramos. Bei seinem ersten Bundesliga- Einsatz dieser Saison in der BVB-Startelf (weil Reus und Gündogan krank fehlten) enttäuschte der Kolumbianer und wurde nach 68 Minuten für den 17-jährigen Christian Pulisic ausgewechselt. Im Trainingslager in Dubai hatte Tuchel dem Stürmer unter vier Augen erklärt, was er von ihm erwartet. Zorc sagte: „Es ist keine einfache Situation für Adrián. Aber wir erwarten, dass sich alle Spieler dem Konkurrenzkampf stellen.“

Danach zeigte sich Ramos im Training und in den Testspielen durchaus verbessert, dennoch hätte er das Mega-Angebot aus Fernost gern angenommen. In drei Jahren hätte er in Peking satte 15 Millionen Euro verdienen können! Intern wollte man beim BVB aber keinen neuen Zoff mit Tuchel riskieren, wenn man noch einen Spieler abgegeben hätte. Von der Qualität ist der Kader des BVB stark genug, um die gesteckten Ziele (Platz zwei in der Liga, ein Titel) zu erreichen. Mit 21 Feldspielern und drei Torhütern ist er für drei Wettbewerbe in der Breite aber recht dünn besetzt. Deshalb ist es gut, dass sich die Rückkehrer Erik Durm und Nuri Sahin sowie die Top-Talente Pulisic und Felix Passlack (17) so gut entwickeln. Denn klar ist auch: Fällt der eine oder andere Leistungsträger länger aus, kann es schnell Probleme geben.

Live Stream FC Ingolstadt - FC Augsburg 06.02.2016 Bundesliga

FC Ingolstadt - FC AugsburgIn Augsburg blickt alles auf die Europa-League-Partien gegen den FC Liverpool (18. und 25. Februar). „Ich denke, die Spiele sind ein Antrieb für unsere Spieler, eine zusätzliche Motivation“, freut sich FCA-Manager Stefan Reuter. Die internationalen Duelle, wie nun gegen Jürgen Klopp, waren auch ein Anreiz für Markus Weinzierl (41), sich nach der erfolgreichsten Saison der Klub-Geschichte nicht aus Augsburg zu verabschieden. Selbst ein konkretes Millionen-Angebot aus Schalke lehnte er ab. Doch am Ende dieser Spielzeit scheint die Mission von Weinzierl nach vier Jahren in Augsburg erfüllt zu sein. Beim torlosen Unentschieden gegen Frankfurt stand zum sechsten Mal in den letzten sieben Spielen die Null. Weinzierl hat die anfänglichen Abwehrprobleme in den Griff bekommen.

Nach einem schwachen Saisonstart in den ersten zwölf Liga-Spielen schaffte es der Trainer, seine Mannschaft zu stabilisieren. Der FC Augsburg ist seit sieben Spielen ungeschlagen – so lange wie aktuell kein anderes Team in der Liga. In Ingolstadt kann der FCA am Samstag seinen Vereinsrekord von acht Partien in Serie ohne Pleite egalisieren. Im Sommer kamen die Anfragen für einen Trainer-Wechsel für Klub und Coach noch zu kurzfristig. Der FCA ist nun in einem Zustand, in dem Weinzierl das Team übergeben könnte, um sich selbst eine neue Herausforderung zu suchen. Und: Viele der ehemaligen Weinzierl-Interessenten sind erneut auf der Suche. Weinzierl war bereits im vergangenen Mai intensiv von Ralf Rangnick umworben worden, um den Trainer-Posten bei Red Bull Leipzig zu übernehmen. Weinzierl sagte dem Zweitligisten aber ab. Nun steht Red Bull vor dem Aufstieg in die Bundesliga.

Rangnick will zur neuen Saison einen Nachfolger für sich präsentieren. Bei Schalke halten sich weiterhin die Gerüchte, dass André Breitenreiters Stuhl wackelt. Bekommen hatte der Paderborner Ex- Coach den Job im Juni überhaupt erst, nachdem Wunschtrainer Weinzierl abgesagt hatte. Ursprünglich sollte er Roberto Di Matteo (45) beerben. In Gladbach machte sich Manager Max Eberl lange Zeit Hoffnung, Weinzierl als Nachfolger des zurückgetretenen Lucien Favre präsentieren zu können. Der Name Weinzierl gilt bei der Borussia immer noch als Topkandidat, sollte die Lösung mit André Schubert doch kein Erfolgsmodell sein. Robin Dutt hatte über Weinzierl als Nachfolger von Huub Stevens nachgedacht, bevor er Alexander Zorniger verpflichtete. Nun versucht es der VfB wie Gladbach mit einer internen Lösung. Jürgen Kramny erhielt den Job. Zwar hat Weinzierl im April seinen Vertrag bis 2019 verlängert. Die FCA-Bosse tun aber gut daran, sich auf einen vorzeitigen Abschied vorzubereiten.

 
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