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Live Stream SV Darmstadt - FC St. Pauli 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream SV Darmstadt - FC St. PauliDarmstadt: Ein Sieg bringt die 1. Liga, eine Niederlage eventuell Platz vier und leere Hände: Im Spiel gegen St. Pauli hat Darmstadt die Sensation vor Augen, erstmals in dieser Saison aber viel zu verlieren. So richtig gefeiert dürfte nur im Fall des Aufstiegs werden. Beim Erreichen des Relegationsplatzes verbietet sich ein Gelage. Am 28. Mai und 1. Juni sind die Entscheidungsspiele. Scheitert Darmstadt, dürfte die Enttäuschung die großartige Gesamtleistung fürs Erste übertünchen. Die Fans lechzen nach der Bundesliga, rennen dem Verein in der Hoffnung auf ein Dauerkarten-Vorkaufsrecht die Bude ein. 50 neue Mitglieder pro Tag verzeichnen die Lilien. Die Fanartikel finden reißenden Absatz, von Schwimm- Europameister Marco Koch bis zum Intendanten des Staatstheaters solidarisieren sich prominente Darmstädter öffentlich mit dem SV 98. Die Medienanfragen nahmen so überhand, dass die Presseabteilung nur Gruppengespräche ermöglichen konnte.

Auf dem bis Sonntag dauernden Schlossgrabenfest in der Innenstadt ist die Bühne für den Abend für die Schuster-Elf bereitet. In all dem Trubel macht die Mannschaft den lockersten Eindruck. „Von Angst oder Puls ist nichts zu spüren“, sagt Kapitän Aytac Sulu, der gegen St. Pauli mit Benjamin Gorka statt des gesperrten Romain Bregerie verteidigen wird. Schließlich habe jeder Fußballer eine solche Endspiel-Situation „schon mal erlebt, bei uns erst vor nicht allzu langer Zeit“, wie er rückblickend auf das „Wunder von Bielefeld“ im vergangenen Jahr anmerkt. Damals lief vor dem Rückspiel in der Kabine der Hit von Andreas Bourani – der soll auch am Sonntag vor dem Spiel erklingen. Die außergewöhnliche Situation ganz runterzuspielen, schaffen sie nicht. Trainer Dirk Schuster hat für diese Woche – entgegen der Regel – geheime Einheiten angesetzt. „Zum Ende braucht man immer etwas mehr Konzentration und kann noch näher zusammenrücken“, sagt Marcel Heller. Als Bonbon winkt eine Aufstiegsprämie. Trotz aller Besonderheiten sagt Sulu: „Wir nehmen es, als wäre es ein ganz normales Spiel. Um St. Pauli zu schlagen, müssen wir die richtige Mischung aus Gier, Kampf und Lockerheit finden.“

Live Stream RB Leipzig - Greuther Fürth 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream RB Leipzig - Greuther FürthLeipzig: Nach Rani Khedira und Joshua Kimmich wechselt erneut ein Talent aus der Kaderschmiede des VfB Stuttgart nach Leipzig. Die Verpflichtung von Ken Gipson (19), an dem auch der HSV und Ingolstadt interessiert waren, ist nach Medien-Informationen beschlossene Sache. Der schnelle Rechtsverteidiger, der in der abgelaufenen Saison in der Stuttgarter U19 einen Stammplatz hatte und auch im Abwehrzentrum eingesetzt wurde, kommt ablösefrei und wird bis mindestens 2017 gebunden. Auf der linken Seite war Anthony Jung (23) bislang erste Wahl – und soll es auch bleiben. Der bis 2016 datierte Vertrag wurde vorzeitig bis 2018 verlängert. Eine wegweisende Bindung bahnt sich auch bei Yussuf Poulsen (20) an. Der umworbene Däne, dessen Kontrakt 2017 ausläuft, soll bis 2020 verlängern. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagt Ralf Rangnick dazu: „Er kann sich eine langfristige Bindung vorstellen, wir uns auch.“

Fürth: Einmal kurz durchschnaufen, zu mehr gab das 1:0 gegen Darmstadt bei Greuther Fürth keinen Anlass. Die Situation im Tabellenkeller ist weiter angespannt. Zwar hat die SpVgg aufgrund der besseren Tordifferenz einen kleinen Bonus, da aber keine der Konkurrenten mehr direkt aufeinandertreffen, sind die Franken zum Siegen verdammt. „Es zählt jetzt, nicht den Schlendrian wie nach dem Düsseldorf-Spiel reinzulassen, sondern das durchzudrücken. Es ist unsere letzte Chance“, stellt Florian Trinks fest. Zur Erinnerung: Fürth fegte die Fortuna mit 3:0 vom Platz, danach versagte die Mannschaft beim 0:3 in Heidenheim auf ganzer Linie. Leidenschaft und Einstellung stimmten dann gegen die Lilien, taktisch trat Fürth geordneter als in den Vorwochen auf. Auch weil Trainer Michael Büskens die Mittelfeldraute mit drei gelernten Defensivkräften bestückte, Trinks als Zehner das Bindeglied in die Spitze war. Und: Keiner im Team patzte, auch ein Novum nach zuletzt üblen individuellen Fehlern. Deswegen sieht die SpVgg auch keinen Grund, die gewohnten Abläufe zu ändern, es wird ganz normal trainiert, eine Sonderprämie für den Klassenerhalt soll es nicht geben. Lediglich in der letzten Woche traf sich die Mannschaft zum gepflegten Meinungsaustausch. Was die Planungen angeht, liegt bis Sonntag alles auf Eis. Immerhin: Der umworbene Lukas Kübler (Sandhausen) soll sich trotz der Talfahrt noch nicht gegen das Kleeblatt entschieden haben, obwohl der 22-Jährige einige Angebote vorliegen hat.

Live Stream FC Heidenheim - Erzgebirge Aue 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream FC Heidenheim - Erzgebirge Aue
Heidenheim: Zumindest auf der Seite der Abgänge wird die Personalplanung beim 1. FC Heidenheim konkret. Sieben Spieler werden den Verein verlassen. Der einstige Drittliga-Torschützenkönig Patrick Mayer geht mit unbekanntem Ziel. Der Vertrag mit „Urgestein“ Alper Bagceci (seit 2006 im Verein) wird nicht verlängert. Auch Torhüter Rouven Sattelmaier muss sich eine neue Herausforderung suchen, genau wie Dennis Malura. Linksverteidiger Michael Vitzthum und Mittelfeldspieler Manuel Janzer baten um die Auflösung ihrer Verträge. Auch bei Mittelfeldspieler Philipp Riese, der einen Vertrag hat, deutet alles auf einen Abgang hin. Verlängert wurde dafür der Vertrag mit Mathias Wittek (bis 2018). Im Blickfeld soll Sebastian Heidinger stehen. Der 29-jährige Linksverteidiger muss RB Leipzig verlassen. „Wir kommentieren keine Gerüchte“, lässt Geschäftsführer Holger Sanwald Raum für Spekulationen.

Aue: Tomislav Stipic schreitet mutig voran: Aue steht vor dem gewünschten Finale in Heidenheim und der Trainer ist sich sicher: „Wir gewinnen und mindestens einen werden wir noch überholen, wir retten uns.“ Im Winter war der FC Erzgebirge abgeschlagen, ging mit 14 Punkten ins neue Jahr. Bis jetzt sind 21 dazugekommen. Sechs Siege, drei Remis – Aue hat in die Spur gefunden, spielte zuletzt sehr konstant, holte alleine aus den letzten fünf Partien zehn Punkte. Die Tendenz zeigt nach oben. „Wir haben immer offen kommuniziert, dass wir bis zum 34. Spieltag an den Klassenerhalt glauben. Wir haben jede Partie zum Schlüsselspiel erklärt. Unser erwünschtes Finale haben wir nun“, verbreitet Stipic positive Stimmung. Die Heidenheimer, Aufsteiger und bereits gesichert, lassen sich nicht hängen, siegten gegen Fürth und Aalen. „Der 1. FCH wird uns definitiv nix schenken, das müssen wir selbst erledigen“, sagt Stipic. „Wir treffen auf einen Gegner, für den wir eine große Sympathie empfinden. Auf der Alb weht, genauso wie bei uns in Aue, ein rauer Wind.“ Vor allem schätzt Stipic die ehrliche und leidenschaftliche Arbeit von Manager Holger Sanwald und Trainer Frank Schmidt. „Der Verein wird sehr professionell, sehr erfolgreich geführt, behält die Bodenhaftung und das familiäre Flair. Insofern ist Heidenheim in gewisser Weise ein Vorbild für uns“, lobt Stipic. Doch mit Nettigkeiten wird es am Sonntag vorbei sein, dann will Stipics Team mutig auftreten und siegen.

Live Stream VfL Bochum - SV Sandhausen 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream VfL Bochum - SV SandhausenBochum: Unruhige Tage beim VfL. Überraschend hat Stanislav Sestak den Verein trotz eines Vertrags bis 2016 verlassen. „Der Spieler ist auf uns zugekommen und hat um die Auflösung des Vertrags gebeten. Er hatte das Gefühl, dass er unter dem neuen Cheftrainer zukünftig nicht die Einsatzzeit bekommen würde, die er sich erhofft“, sagte Sportvorstand Christian Hochstätter. Nicht das einzige Problem von Verbeek, der zur neuen Saison die Defensive in den Griff bekommen muss. 55 Gegentore hat sich bislang kein Mitkonkurrent in der Liga eingefangen. Da darf als Lichtblick gewertet werden, dass Innenverteidiger Jan Simunek die ersten Schritte auf dem Weg ins Mannschaftstraining zurücklegt. Adduktorenprobleme und eine Beckenring-OP zwangen den Abwehrchef zu einer mehrmonatigen Pause. Verabschiedet wird am Sonntag nach drei Jahren Yusuke Tasaka. Auch für den Mittelfeldspieler ist kein Platz mehr beim VfL.

Sandhausen: Meine Mannschaft hat eine geile Rückrunde gespielt. Dafür hat sie sich mit dem sportlich erreichten Klassenerhalt belohnt“, sagt Alois Schwartz. Doch der Abzug von drei Punkten hat den SV Sandhausen wieder etwas in die Bredouille gebracht. Der Trainer ist zuversichtlich vor dem „Endspiel“ in Bochum: „Denn meine Spieler haben nicht nur Qualität, sie haben auch Charakter.“ Eine besondere Vorbereitung gibt es nicht. Nichtabstiegsprämien sind in den Verträgen der Spieler individuell geregelt. „Keinen Gedanken an einen Abstieg“ verschwendet auch Otmar Schork. „Die Planungen für unsere vierte Saison in der 2. Liga laufen ganz normal weiter“, erklärt der Geschäftsführer. Der direkte Abstieg ist aufgrund des Drei-Punkte-Polsters und der um zehn Tore besseren Differenz zu Erzgebirge Aue äußerst unwahrscheinlich. Für den Worst Case hat der Verein sowieso schon vorgesorgt: 14 Spielerverträge gelten auch für die 3. Liga. Mit Sicherheit nicht mehr dabei werden Marc Pfertzel und der Spanier Nono sein, die ebenso wie Manuel Riemann und Lukas Kübler bereits vor dem Düsseldorf-Spiel verabschiedet wurden.

Live Stream Union Berlin - Eintracht Braunschweig 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream Union Berlin - Eintracht Braunschweig
Berlin: Am Sonntag gibt es für Björn Jopek (21) Blumen. Der Mittelfeldspieler wird Union nach 14 Jahren verlassen. Für Jopek, der aus der eigenen Jugend kommt und dessen Vater Bernd schon für Union spielte, ein schwerer Moment. „Ich habe ja hier eine Geschichte“, sagt er. Doch Jopek konnte das Versprechen, das er in seiner starken ersten Profisaison 2012/13 abgab, nie einlösen. In dieser Runde kommt der Linksfuß auf 22 Einsätze (16-mal Startelf, 2 Tore, 1 Assist), die Leistungen waren durchwachsen. „Ich hätte einfach konstanter spielen müssen“, bekennt Jopek. Die Folge: Sein Vertrag wird nicht verlängert, er muss sich umorientieren. „Ich glaube, es tut mir ganz gut, aus dem eigenen Stall rauszukommen“, sagt Jopek. Sein neuer Klub steht schon fest: „Der Vertrag muss nur noch unterschrieben werden. Ich bleibe in der gleichen Liga.“ Aufsteiger MSV Duisburg soll der neue Arbeitgeber sein.

Braunschweig: Havard Nielsen und Vegar Hedenstad fehlten, als Eintracht Braunschweig vor dem letzten Saisonheimspiel gegen den KSC (0:2) die scheidenden Spieler verabschiedete. Verständlich, denn Trainer Torsten Lieberknecht würde gern mit den beiden norwegischen Nationalspielern weiterarbeiten, die vom SC Freiburg (Hedenstad) und RB Salzburg (Nielsen) bis Ende Juni ausgeliehen sind. „Ich hätte gerne von ihnen eine klare Positionierung, ob sie weiter bei uns spielen wollen“, sagt Lieberknecht. Das Bekenntnis der Profis zu Eintracht fehle ihm. Welche Formation der Eintracht-Trainer zum Saisonkehraus bei Union Berlin aufbieten wird, steht noch in den Sternen. „Wir müssen sehen, ob da schon einer den Stecker gezogen hat“, sagt Lieberknecht. „Es geht darum, auf Platz fünf zu bleiben, und es geht in jedem Spiel um Prämien“, verdeutlicht er, dass unmotivierte Akteure keine Chance haben.

Live Stream Fortuna Düsseldorf - FSV Frankfurt 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream Fortuna Düsseldorf - FSV FrankfurtDas Dienstende nach 13 Jahren bei der Fortuna: Das Saisonfinale gegen den FSV Frankfurt wird für Andreas Lambertz ein ganz besonderer Moment. Der Ex-Kapitän, aus sportlichen Gründen ausgemustert, erwartet einen „sehr emotionalen Abschied, garantiert mit Tränen“. Den Weg aus der Oberliga bis in die Bundesliga ging der kampfstarke, aber technisch limitierte Mittelfeldspieler mit und wurde für die Fans zur Identifikationsfigur. Nun lockt „Lumpi“ eine neue Herausforderung, offenbar in Dresden. Hier also wird eine Planstelle frei, eventuell muss Fortuna noch zwei weitere Sechser verpflichten: Christopher Avevor kommt nach seiner Knochenquetschung nicht auf die Beine, Sergio da Silva Pinto verspürt immer wieder Schmerzen im gebrochenen Kiefer und pausiert nach wie vor. Vollzug meldet Fortuna dagegen beim Trainerteam: Wie erwartet kommt Peter Hermann (früher Leverkusen, Bayern, Schalke) und unterschreibt bis 2016.

Live Stream Karlsruher SC - 1860 München 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream Karlsruher SC - 1860 MünchenKarlsruhe: Trotz des Aufstiegsendspiels gegen 1860 wird sich nichts verändern in der Spielvorbereitung des KSC. Es gibt auch kein Trainingslager – die Nacht vor der Begegnung werden die Profis wie gewohnt zu Hause und nicht im Hotel verbringen. Kopfzerbrechen bereitet Kauczinski der Ausfall des angestammten Sechserduos. Dominic Peitz fehlt wegen einer gelb-roten Karte, Reinhold Yabo wegen einer Gelbsperre. Sollten die zuletzt ausgefallenen Hiroki Yamada (Probleme mit dem Wadenmuskel) und Gaetan Krebs (Bluterguss) einsatzbereit sein, könnten die Lücken adäquat geschlossen werden. Wenn nicht, wäre ein Systemwechsel weg vom 4–2–3–1 auf ein 4–1–4–1 denkbar, denn Jonas Meffert wäre dann der einzig verbliebene defensive Mittelfeldspieler im Team. Egal in welchem System gespielt wird, die Hoffnungen ruhen auf Stürmer Rouwen Hennings, der mit 17 Treffern die Torjägerliste anführt.

Um den 27-Jährigen, der in den vergangenen neun Partien neunmal traf, dreht sich momentan alles in Karlsruhe. „Ich kann das gut einschätzen. Ich stehe im Mittelpunkt, weil ich Tore mache. Aber ich weiß ganz genau, dass ich derzeit nur deswegen so erfolgreich bin, weil meine Kollegen mir die Bälle auflegen“, schätzt Hennings seinen aktuellen Status realistisch ein. Noch nicht endgültig geklärt ist, ob Spieler und Trainer per Videowand im Stadion über die Zwischenresultate der Konkurrenz informiert werden. Hennings ist das egal. „Ich lasse mich durch nichts beeinflussen. Mir ist es egal, wie es auf anderen Plätzen steht. Ich muss im Wildpark hundert Prozent geben. Wenn wir unsere Leistung abrufen, sind andere Spiele uninteressant.“ Auch Kauczinski macht immer wieder klar: „Wir werden uns auf unsere Partie konzentrieren, auf das was wir beeinflussen können.“ Man müsse gegen 1860 München, im ausverkauften Wildpark „alles raushauen und die Unterstützung der Fans nutzen. Den Rest können wir nicht beeinflussen.“ Eine Sondermotivation hat zudem Sportdirektor Jens Todt angekündigt. „Sollten wir aufsteigen, wird sich der Verein großzügig zeigen und auch denjenigen Spielern eine Prämie zahlen, die das bisher nicht in ihren Verträgen verankert haben.“ Hennings gehört nicht dazu, aber der mögliche Aufstieg und die Torjägerkanone sind Ansporn genug.

Live Stream FC Kaiserslautern - FC Ingolstadt 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream FC Kaiserslautern - FC Ingolstadt
Wie oft sich Stefan Lex in diesen Tagen selbst gekniffen hat, ist nicht bekannt. Fest steht aber, dass der 25-jährige Außenbahnspieler des FC Ingolstadt mit dem Aufstieg in die Bundesliga derzeit einen Karrieresprung erlebt, wie er ihn selber so nicht mehr für möglich gehalten hat. „Es ist schön zu sehen, dass so etwas auch noch in meinem Alter möglich ist“, sagt Lex, der vor eineinhalb Jahren bei der SpVgg Greuther Fürth II noch in der Regionalliga spielte. Im Sommer 2013 rückte er zwar zu den Profis hoch, kam aber dort überhaupt nicht zum Zug. Ohne eine Einsatzminute wechselte er im Januar 2014 nach Ingolstadt – und sein rasanter Aufstieg begann.

In der aktuellen Saison gehörte er – dank seiner enormen Schnelligkeit, die im 4–3–3-System von Trainer Ralph Hasenhüttl große Bedeutung hat – zum Stammpersonal, trotz eines Syndesmoseanrisses stand er in 26 von 33 Spielen in der Startelf und führt mit Lukas Hinterseer die interne Torjägerliste an. Mit seinem neunten und bislang wichtigsten Treffer sicherte er zuletzt den 2:1-Aufstiegssieg gegen Leipzig. „Ein Wahnsinnsgefühl“, sagt Lex, der bereits während der Saison seinen Vertrag bei den Oberbayern vorzeitig bis 2018 verlängert hat. Doch bevor er das erste Mal Bundesligaluft schnuppern kann, steht noch das Saisonfinale gegen Kaiserslautern an. „Möglich, dass es den einen oder anderen Wechsel in unserer Aufstellung gibt und vielleicht jemand spielt, der sonst nicht so oft randurfte. Dennoch ist es eine Frage der Fairness, dass wir dort ordentlich auftreten“, erklärt der Flügelspieler. Danach freut er sich auf zwei Wochen Urlaub. „Wahrscheinlich werde ich erst dann realisieren, was hier alles passiert ist.“

Live Stream FC Nürnberg - VfR Aalen 24.05.2015 2.Bundesliga

Live Stream FC Nürnberg - VfR AalenNürnberg: Nach dem Spiel gegen den VfR Aalen beginnt für die meisten Club- Profis der Urlaub, für Niklas Stark (20) geht es hingegen weiter. Der Defensivspieler nimmt mit der deutschen U 20 an der WM im Juni in Neuseeland teil – und wird dem FCN anschließend in der Vorbereitung fehlen. In diesem Zusammenhang schlug zuletzt der Fall Davie Selke hohe Wellen. Der Neuzugang von RB Leipzig fährt nicht zum Turnier, was aus Sicht des Vereins und des Spielers nachvollziehbar ist, Leipzig braucht Selke für den Aufstieg. Dasselbe ließe sich aber über den FCN und Stark sagen. Fühlt sich der Club da nicht verschaukelt? Sportvorstand Martin Bader kann die Leipziger Entscheidung nachvollziehen, für ihn sind die Fälle nicht vergleichbar: „Niklas kennt den Verein, den Trainer und 90 Prozent der Mitspieler. Wir glauben, dass es für seine Entwicklung und damit für den 1. FCN das Beste ist, wenn er bei einer WM Erfahrungen sammelt.“ Mit der Aussage, nach dieser Saison sei „alles vorstellbar“ hatte Stark kürzlich für Verwirrung gesorgt. Bader gibt sich aber „ziemlich sicher“, dass das Eigengewächs mit Vertrag bis 2018 bleibt: „Es gibt keinerlei Anzeichen oder Anfragen von Vereinen, die Niklas haben wollen.“

Aalen: Die Zukunft nach dem Abstieg sieht beim VfR Aalen düster aus. Nur Oliver Barth, Dennis Chessa sowie die Torhüter Daniel Bernhardt und Oliver Schnitzler haben einen Vertrag für die 3. Liga. Von den anderen wird aus Kostengründen kaum einer zu halten sein. 5,7 Millionen Euro soll der Etat betragen – 1,678 Millionen davon stehen für Spieler und Trainer zur Verfügung. „Wir können deshalb nur eine bessere Regionalligamannschaft zusammenstellen“, sagt Geschäftsführer Ferdinand Meidert. Auch die Zukunft von Stefan Ruthenbeck ist trotz gültigen Vertrags offen. Dem Trainer liegen attraktive Angebote vor. Auch ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen. Die Frage ist, ob sich Aalen die Drittklassigkeit überhaupt leisten kann. „Es hängt fast alles an Berndt-Ulrich Scholz“, erklärt Meidert die Abhängigkeit vom Präsident und Mäzen, der für den Lizenzerhalt einen Betrag von 5,6 Millionen Euro absichern müsste.

Live Stream Bundesliga Konferenz 24.05.2015 34.Spieltag

Live Stream Bundesliga Konferenz Ein Mann überflüssiger Schnörkel war Dieter Schatzschneider noch nie, schon gar nicht verbal. Jetzt beschimpfte Hannovers Klub-Idol via Bild den FC Bayern als „Piss- Mannschaft“, deren Trainer Pep Guardiola man „sofort nach Hause schicken“ solle. Anlass: Das Münchner 1:2 in Freiburg und die vermeintliche Wettbewerbsverzerrung im Abstiegskampf. Schoss der Ex-Torjäger, der heute 96-Boss Martin Kind als Chauffeur und Souffleur kaum von der Seite weicht, da etwa im Namen des Vereins Richtung Branchenprimus? Offiziell zumindest nicht. Per Twitter stellte 96 klar, dass es sich um Schatzschneiders „persönliche Meinung“ handle und „sein Wortlaut völlig inakzeptabel“ sei. Vielleicht hatte sich Schatzschneider aber ja auch nur an Kind orientiert. Schließlich hatte der einst sogar Hannover 96 „als Scheißverein“ bezeichnet, der „in 100 Jahren nichts geschaffen“ habe – bezogen auf die Verhältnisse vor seinem Amtsantritt 1997.

Den viel diskutierten WM-Verzicht von Davie Selke unterstützte Werder-Manager Thomas Eichin mit Hinweis auf die Belastung des U-20-Nationalspielers. Vorzeitigen Urlaub vom Noch-Arbeitgeber bekommt Selke indes nicht: Der Stürmer muss die Tingeltour mit vier Freundschaftsspielen bis 30. Mai voll durchziehen, obwohl bereits am 14. Juni seine Vorbereitung in Leipzig beginnt. Ebenfalls keine Extrawurst bekommt Kevin Wimmer beim 1. FC Köln. Sein künftiger Klub Tottenham Hotspur wollte den Österreicher bereits im Juni mit auf eine Australien- und Malaysia-Tour nehmen. FC-Manager Jörg Schmadtke betont im Express: „Das ist totaler Mumpitz. Kevin steht bis 30. Juni unter Vertrag, ab 1. Juli kann er wechseln. Aber keinen Tag früher.“

Hamburg: Wegen Problemen am Motor verzögerte sich die Abfahrt des Mannschaftsbusses am Mittwoch ins Trainingslager Richtung Schleswig- Holstein – nichts könnte die Situation des HSV auf der Zielgeraden besser symbolisieren. Mit zwei Siegen in Folge und dem Sprung auf Platz 14 hatte Bruno Labbadia seine Profis bereits wieder in die Spur gebracht, ehe sie dann doch wieder liegen geblieben und von der Konkurrenz überholt worden sind – die letzte Ausfahrt ist jetzt ausgerechnet der „Uwe Seeler Fußball Park“. Hoffen auf den Geist von Malente. Aktionismus oder ein sinnvoller Versuch, die Spieler flott zu bekommen für den Endspurt? Bislang, das ist unstrittig, hat Labbadia mit seinen Entscheidungen und Maßnahmen richtig gelegen. Das Grundproblem indes konnte er nicht beheben: Der HSV-Kader bleibt auch unter seiner Regie ein fragiles Gebilde, das weniger physisch als vielmehr psychisch labil erscheint. Als Letzter und scheinbar bereits in den Graben abgedrängt, wurde das Gaspedal leidenschaftlich durchgetreten, von der Pole Position aus aber fehlte Entschlossenheit, um ins Ziel zu kommen. Die bislang im gesamten Saisonverlauf immer wieder gezeigten Charaktereigenschaften des Teams lassen zwei Mutmaßungen zu – einerseits scheint der HSV 2015 für Überholmanöver aus fast auswegloser Situation stets in der Lage, andererseits drängt sich auch diese Frage auf: Wenn die Mannschaft schon nach erfolgreicher Aufholjagd der nervlichen Anspannung nicht gewachsen war, kann sie dies dann beim Finale gegen Schalke sein?

Paderborn: Eines vorweg: Paderborns Saison kann man bereits jetzt als Erfolg bezeichnen – ganz egal, wie sie endet. Die Mannschaft war kein Kanonenfutter, der Trainer hat vieles richtig gemacht, der Verein hat sich in fast allen Bereichen weiterentwickelt, ist durch dieses eine Jahr in der Bundesliga erst so richtig im Profifußball angekommen. Selbst bei einem Abstieg verfügt der SCP über ein Fundament, auf dem er für die Zukunft aufbauen kann. All das sind Erfolge, und dennoch würde ein Abstieg, so er denn eintritt, natürlich auch ein Scheitern bedeuten. Möglicherweise kann es der eine oder andere immer noch nicht glauben, aber die Chance auf den Klassenerhalt war gegeben, und sollte sie nicht genutzt werden, läge das vor allem am selbst verschuldeten katastrophalen Rückrundenstart. Für das Saisonfinale bleibt Paderborn nur noch das Prinzip Hoffnung. Vielleicht wird Breitenreiter, der im Schlussspurt auf Sondermaßnahmen verzichtete, noch einmal die Wagenburg- Mentalität beschwören, dem Team sagen, dass niemand mehr an sie glaubt. Sie werden es allen zeigen wollen. Noch einmal. Vielleicht wird Breitenreiter die Spieler auch an den 11. Mai 2014 erinnern, als man gegen Aalen in Rückstand geriet, das Spiel aber noch drehte und aufstieg. Nun ist für die nächste Sensation erneut ein Sieg Pflicht, und der ist Paderborn gegen Stuttgart auch zuzutrauen. Nur: Ob das dann reicht, ist die Preisfrage. „Es ist müßig, sich auf Hilfe anderer zu verlassen oder sich etwas zu wünschen“, sagt Breitenreiter. Was sie nicht wollen, müssen sie nun aber tun.

Freiburg: Der Abstiegskampf ist beim SC Freiburg fast so etwas wie ein Naturgesetz. Was negativ klingt, bedeutet in Wahrheit Anerkennung für die Verantwortlichen. Mit seriöser, akribischer Arbeit und einer lobenswerten Nachwuchsförderung ermöglichen sie die Bundesliga im Schwarzwald-Stadion überhaupt erst. Spielzeiten wie vor zwei Jahren, als die Breisgauer in die Europa League einzogen, bilden die große Ausnahme. So gesehen verläuft dieses Spieljahr eigentlich normal; bloß würde das in Freiburg niemand unterschreiben. Christian Streich sprach zuletzt mehrmals davon, dass er so eine Saison in seinen bald 50 Jahren noch nie erlebt habe. Sechs Ausgleichstreffer ab der 88. Minute, drei verschossene Elfmeter in Spielen, die 0:0 endeten, viele Verletzungen, eine heftige Grippewelle und langwierige Formkrisen mehrerer Leistungsträger ergaben eine unheilvolle Mixtur. Dass es der Sportclub am letzten Spieltag dennoch selbst in der Hand hat, zum sechsten Mal in Folge die Liga zu halten, ist eine respektable Leistung. Nachdem die Mannschaft gegen die Bayern den Spieß endlich einmal umdrehte und in der 89. Minute den Siegtreffer erzielte, ist die Stimmung gut. Das Tor setzte viele positive Emotionen frei, die in Freiburg 2014/15 eher Seltenheitswert hatten. Zugleich herrscht natürlich knisternde (An-)Spannung, bevor in Hannover der letzte Vorhang fällt. Doch die Spieler wissen, dass sie mit der zuletzt gezeigten Stabilität realistische Chancen haben, mindestens den für den Klassenerhalt nötigen Punkt einzufahren.

Hannover: Es wird ja oft moniert, dass Trainer in diesem auf Erfolg getrimmten Geschäft zu wenig Zeit zur Entwicklung bekämen. Insofern verdient Martin Kind Anerkennung dafür, aller Kritik getrotzt und so lange an Tayfun Korkut festgehalten zu haben. Letztlich war der Trainerwechsel jedoch auch für den Klubboss unausweichlich – und Kind darf zumindest als Zwischenfazit feststellen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Michael Frontzeck hat Hannover 96, mit Europapokalträumen in die Saison gestartet und unvermittelt in den Abstiegskampf geschlittert, seit seiner Amtsübernahme im Vormonat die Hoffnung auf die Rettung zurückgegeben. Wie Frontzeck die schwere Mission angeht, hat Charme. Er kommt cool daher, bleibt aber authentisch: „In mir sieht es ganz anders aus.“ Er nimmt sich nicht zu wichtig, erteilt klare Ansagen, hat eine gute Menschenführung und kann motivieren. Vor allem aber trifft er – gänzlich frei von Starrsinn – die in dieser Situation richtigen Entscheidungen. Die zwei besten Beispiele sind Jimmy Briand, der 96 plötzlich als Mittelstürmer Freude bereitet, sowie Lars Stindl, der zeigt, dass er auch als Flügelspieler das Team ideal führt. Mit zwei Siegen zum Abschluss kann 96 diese völlig verkorkste Saison doch noch retten. Teil eins (in Augsburg) ist gemeistert – nach dem Trainingslager in Harsewinkel, zu dem 96 am Mittwoch zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen aufgebrochen ist, muss Teil zwei (gegen Freiburg) folgen. Dann ließe sich feststellen: Der Trainerwechsel erfolgte spät, aber nicht zu spät.

Stuttgart: Vor drei Spieltagen, nach dem 2:3 auf Schalke, entwich die Hoffnung wie Luft aus einem löchrigen Reifen. Wie sollte einem Team die Rettung gelingen, wenn es vorne gar nicht so viele Tore schießen kann, wie es hinten kassiert? Wenn die Konkurrenz sich keine Blöße gibt? Zwei Partien später gehört die Zuversicht den Stuttgartern. Das Selbstvertrauen ist immens gewachsen, die Stimmung konzentriert, aber gelöst. Selbst vom „Affentheater“ blieb nichts haften. Ein Sieg in Paderborn und der Klassenerhalt, der bereits früh anstelle eines einstelligen Tabellenplatzes als Saisonziel ausgegeben wurde, ist perfekt. Möglich gemacht durch die totale Offensive, mit der Stuttgart zuletzt Mainz (2:0) und Hamburg (2:1) regelrecht überrannte. Beiden Klubs hätte eine noch schlimmere Demütigung gedroht, wären Harnik, Kostic, Ginczek und Co. nicht so fahrlässig mit der Vielzahl ihrer Chancen umgegangen. Diesmal reichten jeweils zwei Treffer zum Sieg. Nicht etwa, weil die Abwehr viel stabiler stand, auch Rüdiger und Baumgartl leisteten sich die gewohnten Unaufmerksamkeiten, sondern weil das komplette Team defensiv konzentrierter und kompromissloser arbeitet. Auch ein Verdienst von Serey Dié, der mit Kapitän Gentner für eine bessere Stabilität im Zentrum sorgt. So oder so ähnlich soll es auch in Paderborn klappen. An der Vorbereitung ändert sich nichts. „Wir sehen keinen Anlass, etwas zu ändern und bleiben bei der gewohnten Ruhe. Wir fühlen uns gut, wie es läuft“, sagt Sportvorstand Robin Dutt mit dem Wissen: Nicht alles ist gut, aber vieles ist besser.

Hertha: Die Zahlen sind alarmierend. Ligaweit die wenigsten Torschüsse, die wenigsten Chancen, die wenigsten Pässe, der geringste Ballbesitz – falls Hertha BSC am Finaltag dieses aufreibenden Abstiegskampfes noch auf den Relegationsplatz zurückfiele, gäbe es Gründe dafür. Gründe, die auf dem Platz angesiedelt sind, wo sich ein spielerisch limitiertes Ensemble seit Wochen vergeblich müht, den letzten Schritt zu gehen. Und Gründe, die abseits des Platzes zu verorten sind – in der Führungsetage, die der Entfremdung zwischen Jos Luhukay und der Mannschaft zu lange zusah und die im Transfersommer 2014 zwar große Namen fand, aber nicht die erhofften Verstärkungen. Heitinga und Kalou sind spürbar über ihren Zenit hinaus. Hegeler wurde nie zum Faktor. Stocker und Plattenhardt bekamen spät die Kurve. Beerens und Haraguchi fielen selten ab, aber auch selten auf. Schieber ist seit Ende Februar verletzt und wird vermisst: mit seinen Toren und seiner Mentalität. Dieser Mannschaft fehlen Profis, die am Abgrund das Spiel an sich reißen und bei einem Spannungsabfall Stromstöße durchs Team jagen. Der Klub wollte sich im zweiten Jahr nach dem Aufstieg 2013 in der Liga etablieren. Herausgekommen ist eine Zittersaison. Pal Dardai, der Anfang Februar Luhukay ablöste, kann am wenigsten dafür. Er hat das Team stabilisiert und eine positive Grundstimmung erzeugt, seine Bilanz ist in Ordnung. Helfen wird ihm das nur bei Klassenerhalt. Stiege Hertha ab, wäre die Karriere dieses aufstrebenden Trainers beschädigt, noch ehe sie richtig begonnen hat.

Bundesliga Konferenz Live Stream

Die Spiele der Bundesliga Konferenz werden am Samstag, den 23.05.2015 um 15:30 Uhr angestoßen. Nicht jeder hat das Glück das Spiel live im Stadion sehen zu können und muss auf diverse TV-Übertragungen oder mögliche Live Streams im Internet hoffen.

So bieten möglicherweiße Sport-Sender wie Sky, Eurosport oder Sport1 einen eigenen Livestream an, der legal ist und eine gute Qualität aufweist. Wie gewohnt wird die Vorberichterstattung etwas früher beginnen. Also schaltet einfach rein, und seid live dabei, wenn es heißt: Bundesliga Konferenz!

Allerdings gibt es noch weitere ausländische Livestreams im Internet, die das komplette Spiel übertragen werden, diese könnt ihr eventuell im Livestream-Portal "xstream.to" finden. Außerdem könnt ihr die vielen Liveticker nutzten, die im Internet verbreitet sind.

Live Stream SC Paderborn - VfB Stuttgart 23.05.2015 Bundesliga

Live Stream SC Paderborn - VfB Stuttgart
Die Zuversicht ist groß vor diesem Saisonfinale. Sie wird nur überboten von einer ungeheuren Sehnsucht: vom Bedürfnis, aus dem Albtraum Abstiegskampf zu erwachen. Am liebsten als Erstligist. So oder so, am Samstag oder nach der Relegation – nicht für jeden folgt automatisch eine Atempause. Für Robin Dutt geht es stressig weiter. „Für mich ändert sich nicht viel“, sagt der Sportvorstand. „Das Tagesgeschäft wird weitergehen, nur inhaltlich ändert sich etwas: Die Arbeit wird sich mehr mit der Zukunftsplanung befassen.“ Mit der Kaderplanung. Ein großer Umbruch ist geplant, wird sich aber schwerer realisieren lassen, als der erste Blick verrät. Der Stuttgarter Weg der vergangenen Jahre, er gilt auch jetzt: Einfach kann jeder. Die Mängelliste ist trotz zuletzt besserer Leistungen der Mannschaft lang, die Wunschliste im Sommer dürfte der vom Winter ähneln, als es nur zur Verpflichtung von Serey Dié reichte. Für einen Innenverteidiger, einen Linksverteidiger und einen Angreifer fehlten Planstellen und Geldmittel. Diese freizumachen wird auch jetzt zum Problem.

Lediglich die Verträge von Karim Haggui, Moritz Leitner und Oriol Romeu enden. Alle weiteren laufen noch mindestens bis 2016, viele länger. Konstantin Rausch (2016) und Sercan Sararer (2017) haben keinerlei Zukunft, sind für den VfB II, wo sie zuletzt spielten, viel zu teuer. Im Winter fanden sich Interessenten aus Russland und der Türkei, die jedoch die finanziellen Forderungen der Spieler nicht erfüllen konnten. Andere Besserverdiener wie Vedad Ibisevic (2017) oder Mohammed Abdellaoue (2017) dürften ebenfalls weg. Doch wer bezahlt für den seit 29. Januar 2014 torlosen Bosnier die festgeschriebene Ablöse von rund vier Millionen Euro plus Gehalt? Wer will den erst von einem Knorpelschaden genesenen Norweger ohne Risikoabschlag? Nur zwei Beispiele von vielen möglichen. Dem VfB als Besserbezahler in der Liga droht ein harter Preiskampf mit Spielern, Beratern und Interessenten, was sogar zu einer Planungsblockade führen könnte. Im Falle eines Abstiegs geht es in die andere Richtung rund. Zwar gelten alle Verträge auch für die 2. Liga, aber Profis wie Rüdiger, Klein, Harnik, Kostic, Gentner, Ginczek oder Werner, die beim Wiederaufstieg helfen sollen, dürften schwer zu halten sein. Ihre Verkäufe würden ordentliche Ablösen und Handlungsspielraum bringen. Doch welche ambitionierten Profis würde es dafür zu einem Zweitligisten, auch wenn er VfB heißt, ziehen?

Live Stream Borussia Dortmund - Werder Bremen 23.05.2015 Bundesliga

Live Stream Borussia Dortmund - Werder Bremen
Dortmund: Damals in Mainz kamen 30 000 Fans. Mehr als beim Aufstieg des Klubs. Innerhalb weniger Stunden füllte sich der Platz vor dem Staatstheater. Und Jürgen Klopp, der im Mai 2008 gerade von der Vertragsunterschrift aus Dortmund zurückkam, heulte. Heulte Rotz und Wasser. „Ich war total gerührt. Das war komplett übertrieben und dem Anlass nicht angemessen“, gestand er später. Aber ihn überkamen die Gefühle. Er schluchzte: „Alles, was ich kann, habt ihr mich werden lassen.“ Dann weinten alle. Der scheidende Trainer und die Menschen, denen es so unendlich schwerfiel, loszulassen. Wer den Fußballlehrer verstehen will, muss wissen, dass er nah am Wasser gebaut ist. Er heule auch bei Winnetou 3, hat Klopp in einer TV-Dokumentation verraten, das werde sein ganzes Leben so bleiben. „Wenn Winnetou statt Old Shatterhand über die Wupper geht, ist das nicht gerade meine Lieblingsszene“, sagt er. Klopp wird es Rollins, dem Banditen, nie verzeihen, dass er den tödlichen Schuss auf den edlen Apachenhäuptling abgab. Am Samstag im Signal-Iduna- Park wird der vor genau 50 Jahren gedrehte Film nicht gezeigt werden, und doch läuft Klopp hochgradig Gefahr, mehr als nur ein paar Tränen zu vergießen. Zum letzten Mal wird er in der Dortmunder Fußballoper durch die Coaching Zone tigern, wird sich freuen oder leiden, dann ist Schluss. Nur Berlin folgt noch, das Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg am 30. Mai.

Weil die Arbeit noch nicht getan ist, wird Klopp vor dem Spiel gegen Werder Bremen – anders als der langjährige Kapitän Sebastian Kehl – nicht in einem großen Rahmen verabschiedet. „Das ist Jürgens eigener Wunsch“, berichtet Sportdirektor Michael Zorc, „er will das nicht.“ Will vor der Partie keine Ovationen der Dortmunder Anhänger entgegennehmen, wenn vorher noch eine dringliche Aufgabe wie die Europa-League- Qualifikation ansteht, die einer matten Saison noch einen freundlicheren Anstrich geben würde. Schon ein Unentschieden würde reichen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir das noch aus der Hand geben werden“, sagt Torhüter Roman Weidenfeller. Nachher, das ist versprochen, wird Klopp zur Südtribüne tigern, wird seinen Hut (besser: seine Kappe) ziehen und noch einmal ergriffen vor der Gelben Wand stehen bleiben, wo ihm 24 400 Seelenverwandte die Treue hielten. In guten wie in schlechten Tagen. „Der Trainer hat eine lange Zeit geprägt“, meint Kehl, „er hat Borussia Dortmund den Erfolg zurückgebracht.“ Genauer: zwei Meisterschaften, das erste Double der Vereinsgeschichte, drei Supercups, ein Champions- League-Finale, internationales Ansehen.

 
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